Nobelpreis Daniel McFadden - Verhaltensforscher für die Wirtschaft

Für den Wissenschaftler gehören Psychologie und Wirtschaft eng zusammen. Er will bei den Menschen die "großen Entscheidungen des Lebens" studieren.

Stockholm - Mit den Ergebnissen seiner Studien lässt sich beispielsweise ermitteln, wie sich veränderte Preise auf Transportsysteme auswirken. Auf McFaddens Erkenntnisse haben etwa die Behörden in Kalifornien zurückgegriffen, um Staus auf den Straßen zu vermeiden.

Heute arbeitet der 63 Jahre alte Wissenschaftler an verfeinerten Techniken, die die Anwendung seiner Verhaltenstheorie auf eine Vielzahl von Entscheidungen erleichtern sollen - vom Marketing über Wahlen bis zu persönlichen Schritten wie einer Heirat.

Der Vater von drei erwachsenen Kindern begann seine Laufbahn an der Universität von Minnesota mit Arbeiten auf dem Gebiet der Verhaltensforschung und lehrt seit 1963 an der Universität von Kalifornien in Berkeley.

"Ich habe ein leidenschaftliches Verlangen, Dinge herauszufinden", sagte McFadden. Anders als Naturwissenschaftler könne er keine Laborexperimente durchführen. Vielmehr "sind allgemeinen Phänomene meine Untersuchungsobjekte".

So untersucht der in Raleigh (North Carolina) geborene Forscher unter anderem die Gründe dafür, warum Reiche gesünder sind als Arme.

Das Geld für den Nobelpreis will er in seine Farm in Nordkalifornien stecken.

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