Nobelpreis James Heckman - Arbeitsmarktforscher und Nachwuchsförderer

Wirtschafts-Nobelpreistäger James Heckman interessiert sich besonders für jene Menschen und Gruppen, die am Arbeitsmarkt häufig den Kürzeren ziehen. Er entwickelt Standards, um deren Verhalten zu analysieren.

Stockholm - Bei seinen Studien über die Auswirkung von Sozialprogrammen auf die Wirtschaft bewegt sich der Ökonom im Grenzbereich von Wirtschaftswissenschaften und Statistik. Im Rahmen von Minderheiten-Forschungsprogrammen untersuchte er schwerpunktmäßig die Diskriminierung bei der Besetzung von Jobs. Heckman stellt Zusammenhänge her zwischen Ausbildung und Chancen am Arbeitsmarkt. Darüber hinaus ging er der Frage nach, welche Auswirkungen gewerkschaftliche Arbeit auf die Arbeitsmärkte von Entwicklungsländern hat.

Der 56jährige US-Amerikaner hat an der renommierten Princeton-Universität Wirtschaftswissenschaften und erhielt dort seinen Doktortitel.

Zeitweis hielt sich der gebürtige Chicagoer in Deutschland auf. Er ging seinen Studien am Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit in Bonn nach.

Seit 1973 lehrt Heckman an der Universität von Chicago und in Yale. In Kollegenkreis ist er als großer Förderer von Nachwuchswissenschaftlern bekannt.

Heckman ist Mitglied der Amerikanischen Akademie der Künste und Wissenschaften in Cambridge (Massachussetts) sowie der Nationalen Akademie der Wissenschaften in Washington, DC.

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