Mobilcom Will Freenet behalten

Allen vorherigen Meldungen zum Trotz will die Telekommunikationsfirma ihre Internettochter Freenet nun doch nicht verkaufen. Der Provider soll nun UMTS-Dienste entwickeln.

Schleswig - Geplant sind verschiedene Services. SO sollen Kunden per UMTS-Netz Musik hören, Videoclips sehen oder Fotos versenden können.

Nur mit interessanten Inhalten sei das Ziel zu erreichen, einen Durchschnittsumsatz von monatlich 83 EUR je Kunde zu generieren, erklärte der Mobilcom-Vorstandsvorsitzende Gerhard Schmid der "Financial Times Deutschland".

So führe das Unternehmen keine verkaufsgespräche mit dem französischen Onlineprovider Wanadoo. France Telecom hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, sich in Gesprächen mit Mobilcom zu befinden.

Schmidt sagte darüber hinaus, dass bei dem möglichen Gerichtsverfahren zur UMTS-Lizenzvergabe schon in der ersten Instanz Kosten von 140 Millionen Mark anfallen würden. Sollte das Verfahren bis zum Bundesverwaltungsgericht gehen, könne das sieben Jahre dauern und bis zu 700 Millionen Mark kosten.

Kommende Woche wolle Mobilcom das weitere Vorgehen in einem juristischen Symposium diskutieren und schließlich entscheiden, ob die Klage weiterverfolgt werden solle. Er gege jedoch davon aus, betonte Schmid weiter.