France Telecom Läßt Websites durften

Das Internet soll schon bald duften. Die französische Telefongesellschaft und das Münchner IT-Unternehmen Ruetz Technologies haben ein Verfahren entwickelt, das beim Aufrufen bestimmter Websites Gerüche freisetzt.

Paris - Damit der Internetnutzer die Websites auch riechen kann, muss er sich allerdings ein etwa Walkman-großes "Duftgerät" um den Hals hängen. Das Gerät hat 64 Gerüche gespeichert, die per Funksignal gesteuert werden.

Der "Sniffman" (http://www.sniffman.de) werde nächstes Jahr serienreif sein, sagte Ruetz-Mitarbeiterin Christina Kruse. Eine Weiterentwicklung des Duftverteilers soll bereits 144 Gerüche speichern und nur noch so groß wie eine Zigarettenschachtel sein.

Sylvie Courselle-Labrousse, Mitarbeiterin bei France Telecom, meint, sie könne sich vorstellen, dass die Industrie die Kosten eines solchen Geräts zumindest teilweise übernehmen könnte, da Gerüche die Werbung im Internet um eine neue Dimension bereicherten. Auch die Duftübertragung aus lautsprecherähnlichen Geräten neben dem Computer sei möglich.

France Telecom hat nach dem gleichen Prinzip auch ein Verfahren für das "duftende Fernsehen" entwickelt. Das Unternehmen hat dabei die Vorstellung, dass beispielsweise der Wetterbericht mit Gerüchen von trockem Heu oder geschnittenem Gras unterlegt werden könnte. Auch sei es möglich bei Videokonferenzen das Parfum oder Aftershave des Gesprächspartners zu übermitteln.