Neuer Markt Worauf warten? Das sind Kaufkurse

"Börsen-Panik" ist für antizyklisch orientierte Anleger das Stichwort zum Aktienkauf. Bei stark gefallenen Werten lohnt sich jetzt der Einstieg - bevor die Stimmung wieder umschwenkt.

Hamburg - "Wie weit gehts noch runter?" - das fragen sich nicht nur bange Aktionäre, deren Technologie-Papiere inzwischen weit unter Kaufkurs gefallen sind. Das fragen sich jetzt auch Anleger, die gerne gegen den Strom ordern.

Sie zielen im Idealfall auf den Punkt ab, an dem es nicht mehr tiefer geht. Diesen Punkt zu erwischen, ist aber in der Praxis überaus schwierig, wenn nicht unmöglich. Studien belegen: Wer versucht, mit solchem Timing an der Börse Gewinne zu machen, greift fast immer daneben und verliert.

Der antizyklisch orientierte, vorsichtige Anleger kann nun versuchen, auf eine sich drehende Börsenstimmung zu warten und dann schnell zu ordern. Hier ist aber das Risiko, nicht rechtzeitig zum Zuge zu kommen, hoch.

Der risikofreudige Anleger nutzt jetzt seine Chance. Derzeit lassen sich stark gefallene Werte in aller Ruhe einsammeln. Kaum einer will sie haben, das Kauflimit wird in der Regel nicht erreicht.

In etwa sechs Wochen dürfte sich das Bild gedreht haben. Wenn eine Jahresend-Hausse startet, spielen die aktuellen Sorgen wegen einer möglichen Überbewertung von Internet- und Technologiewerten keine Rolle.

Dann ist klar: An der Börse werden nicht Bilanzen gehandelt, sondern Gewinn-Phantasien. Und dann sind die auf der sicheren Seite, die schon jetzt ihre Orders platziert haben.

Martin Zeissler