Euro Weiter auf Talfahrt

Die junge Währung gibt weiter ab. Am Markt halten sich Gerüchte über mögliche Stützungskäufe der wichtigen Notenbanken.

Frankfurt am Main - Der Euro hat am Dienstagmorgen weiter an Wert verloren. Für die gemeinsame Währung zahlten Anleger in Frankfurt 0,8687 Dollar. Damit kostete ein Dollar 2,2514 Mark.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagnachmittag auf 0,8695 (Freitag: 0,8703) Dollar festgesetzt.

Trotz bisher ausgebliebener Folge-Interventionen auf den Devisenmärkten hielten Spekulationen über ein gemeinsames Eingreifen der führenden drei Zentralbanken an. Im US-Wahlkampf könne eine Intervention dazu dienen, amerikanische Export-Unternehmen zu unterstützen. Firmen wie Intel hatten ihre jüngsten Gewinnwarnungen insbesondere mit dem weichen Euro und damit schwachen Exportaussichten begründet.

Außerdem drücke eine Aussage von Finanzminister Hans Eichel auf die Stimmung, sagten Händler. Nach Presseberichten hatte Eichel erklärt, dass der Euro erst wieder aufwärts gehe, sofern die Euro-Regierungen sich in wichtigen Politikfeldern stärker abstimmten.