Neuer Markt "Kühlen Kopf bewahren"

Nach den jüngsten Kurseinbrüchen hat die Deutsche Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz (DSW) vor Panik gewarnt. Unternehmen, deren Konzept nicht überzeugt, sollten aber aus dem Depot fliegen.

Düsseldorf - "Jetzt heißt es, kühlen Kopf zu bewahren und die Depots genau zu analysieren", sagte Jürgen Kurz, Sprecher der DSW. Weitere Kursrückgänge seien aber nicht auszuschließen.

"Es gilt zu prüfen, hinter welchen Werten genügend realwirtschaftliche Kraft steckt", sagte Kurz. Allerdings müsse der Anleger dann einen langen Atem haben, um den Kursverfall "auszusitzen". Langfristig würden die Kurse im Neuen Markt wieder steigen.

Depot neu sortieren

Bei Unternehmen, deren Idee und Konzept den Aktionär nicht mehr überzeugten, sollten Verluste aber durchaus realisiert werden. Momentan sei der Neue Markt in seiner zweiten großen Korrekturphase.

Notwendige Selbstreinigung

Diese sei eine notwendige Selbstreinigung, "denn so konnte es nicht weitergehen". Noch immer seien zu viele untaugliche Kandidaten am Neuen Markt notiert. Insolvenzgerüchte wie bei Gigabell seien sicherlich nicht die letzten, über die berichtet werde.

Überreaktion

Für den neuerlichen Kurseinbruch am Montag macht Kurz die Hysterie am Neuen Markt verantwortlich. So wie lange Zeit zuvor die guten Nachrichten überbewertet worden seien, potenziere sich nun jede Negativnachricht und ziehe den Markt nach unten.

Ende der Talfahrt nicht abzusehen

Hinzu gekommen seien dieses Mal noch die schlechten Vorgaben vom US-Markt. Vorerst sei ein Ende der Talfahrt noch nicht abzusehen. Ein zwischenzeitliches Absacken auf 4200 oder 4400 Punkte sei nicht auszuschließen.