AOL/Time Warner Dürfen wahrscheinlich fusionieren

Die US-Konzerne dürfen wahrscheinlich fusionieren - die Brüsseler EU-Kommission sieht Besonders drängende Wettbewerbsprobleme mit dem Scheitern der Verbindung EMI/Time Warner ausgeräumt.

Brüssel - Wie es in Brüsseler Kommissionskreisen hieß, wird die EU der Verschmelzung von AOL und Warner voraussichtlich am Mittwoch unter Auflagen zustimmen. Das Vorhaben AOL/Time Warner wird seit Juni in Brüssel streng geprüft, da die EU-Wettbewerbsbehörde schwere Bedenken wegen des Internetgeschäftes hatte.

AOL, die führende Internetgesellschaft in den USA, könnte Zugang zu einem gigantischen Musikrepertoire erhalten, hatte es geheißen. Auch in den USA machten die Wettbewerbshüter Vorbehalte geltend - eine Entscheidung ist dort noch nicht gefallen.

Die Fusion der Superlative könnte nach Beobachtereinschätzung die gesamte Medienbranche umwälzen, da klassisches Zeitungs- und TV- Geschäft mit dem Online-Business verbunden werden.

AOL will nach früheren Angaben Time Warner im Zuge eines Aktientausches für 184 Milliarden Dollar (412 Milliarden Mark) übernehmen. Es entstünde nach Branchenangaben das weltweit führende Medienunternehmen.