Mittwoch, 13. November 2019

Gewinnsprung US-Fracking-Boom hilft BASF

BASF-Steamcracker II in Ludwigshafen: Der Konzern zählt zu den verlässlichsten Dividendentiteln im Dax

Der Chemiekonzern BASF hat im Geschäftsjahr 2013 seinen Gewinn im US-Geschäft um 50 Prozent gesteigert - dank des Fracking-Booms. Dass die BASF-Aktie ein Muss für langfristig orientierte Investoren ist, liegt vor allem an der Dividendenpolitik des Weltkonzerns.

Wenn ein Unternehmen, das weltweit das größte in seiner Branche ist, einen Gewinnzuwachs von 50 Prozent in einer Landesgesellschaft meldet, lohnt sich ein genauer Blick. Denn je größer ein Unternehmen ist, umso seltener sind derartige Gewinnsprünge in Teilbereichen. Und dann noch im Nordamerikageschäft. Miesmacher rings um die Welt behaupten ja unverdrossen, die USA seien nicht nur völlig überschuldet, sondern befänden sich im wirtschaftlichen Niedergang. Diese Betrachtungsweise ist sicher etwas voreilig.

Denn die BASF Börsen-Chart zeigen , um die es sich hier handelt, hat im Geschäftsjahr 2013 den Gewinn im US-Geschäft um 50 Prozent gesteigert. Der Grund dafür liegt in der Förderung billigen Schiefergases durch Fracking. Durch diesen preisgünstigen Rohstoff verändert sich die Landschaft in der ganzen Branche.

Ohne große Umsatzsteigerung und trotz des starken Euros ist es der BASF damit gelungen, das Konzernbetriebsergebnis für das letzte Jahr um respektable 8 Prozent zu steigern. Andere bedeutende Gewinnbringer waren das Pflanzenschutzgeschäft und eine gute Nachfrage nach Spezialkunststoffen aus der Autoindustrie, vor allem in Asien und USA.

Chemiekonzern mit starker Basis im Ölgeschäft

Die zweite große Ertragssäule ist das Öl und das Geschäft mit einem Anteil von 27 Prozent am Betriebsgewinn. In dieser Sparte steht im Jahr 2014 ein größerer Umbau an. Mit dem russischen Partner Gazprom ist ein Tausch des margenarmen Gashandelsgeschäftes gegen eine margenstarke Beteiligung an Gasfeldern in Sibirien vereinbart. BASF investiert damit vernünftigerweise stärker in die Rohstoffförderung.

Da die Ölpreise auch auf Dauer tendenziell steigen werden, ist dies ein kluger Schachzug. Die BASF ist, soweit wir sehen, das einzige Chemieunternehmen mit einer derart starken Basis im wenig schwankungsanfälligen Ölgeschäft.

Ein Kerninvestment im Dax: BASF-Dividende steigt kontinuierlich

Die Dividende für das Geschäftsjahr 2013 wurde um 10 Cent auf 2,70 Euro angehoben. Für den Privatanleger ist hier nach unserer Meinung der interessanteste Aspekt der BASF-Aktie.

Aufgrund der schieren Größe des Unternehmens und der hohen Marktkapitalisierung dürfte die BASF-Aktie trotz hervorragender Leistungen des Managements kaum eine Kursrakete werden. Immerhin ist der Kurs des Unternehmens in den letzten 10 Jahren um 270 Prozent gestiegen.

Für den Privatanleger viel interessanter sind die kontinuierlichen Dividendensteigerungen. Durch die Steigerungen von 30 Cent im Jahr 1995 auf 2,70 Euro im Jahr 2013 ergibt sich eine jährliche Rendite von 31 Prozent auf den ursprünglichen Kapitaleinsatz von 1995.

Es gibt weltweit vermutlich wenige Aktien mit einer langfristig derartigen Rentabilität. Die aktuelle Dividendenrendite liegt bei 3,5 Prozent.

Künftige Dividendensteigerungen lassen sich natürlich nicht voraussagen. Da die sehr qualifizierte Führung des Unternehmens jedoch auch kontinuierliche Dividendenerhöhungen zum Unternehmensziel macht, sollte der Anleger nicht zweifeln, dass bei vernünftiger Wirtschaftslage auch in künftigen Jahren gute Dividendensteigerungen in Sicht sind.

Wer die relative Sicherheit eines großen und weltweit an Zukunftsmärkten tätigen Unternehmens mit einer kontinuierlich steigenden Ausschüttung verbinden möchte, ist nach unserer Meinung bei der BASF Börsen-Chart zeigen als langfristiger Investor bestens aufgehoben.

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