Analysten Empfehlungen am Nachmittag

ABN Amro empfiehlt Lufthansa zum Kauf. DrKB stuft Aixtron auf "Halten" hoch. ABN Amro rät, Deutsche Bank zu kaufen. Hornblower Fisher sieht Credit Suisse Group als "Kauf".

Frankfurt am Main - ABN Amro hat zum Kauf der Lufthansa-Aktie (823 212) geraten und ein Kursziel von 31 Euro ausgegeben. Die jüngsten Zahlen für den Monat August hätten sich als solide erwiesen, was beweise, dass der Wachstumspfad weiterhin intakt sei.

Im August stieg der Passagier-Ladefaktor um 1,9 Prozent auf 78,4 Prozent. ABN Amro rechnet nach eigenen Angaben mit einer Steigerung im Gesamtjahr von 2,1 Prozent. Das Gewinnwachstum dürfte der Schätzung zufolge vor dem Hintergrund der guten Fundamentaldaten mehr als 20 Prozent betragen.

Nach der geplatzten Fusion zwischen KLM und British Airways fällt zudem die Gefahr einer schlagkräftigen Konkurrenz zunächst weg, hieß es.

(Chart / Firmenprofil)

Aixtron: Wieder gefragt / "Halten" (DrKB)

Dresdner Kleinwort Benson (DrKB) stuft Aixtron (506 620) auf "Halten" von "Reduzieren" hoch. Begründet wird der Schritt mit dem Kursrückgang der vergangenen Wochen sowie mit der Entwicklungsvereinbarung mit der Universal Display Corporation. Zum Jahresende hin sei wieder mit einer liquiditätsgetriebenen Rally für Technologieaktien zu rechnen.

(Chart / Firmenprofil)

Deutsche Bank: Kleine Übernahmen erwartet / "Kauf" (ABN-Amro)

ABN Amro stuft die Deutsche Bank (514 000) weiter mit "Kauf" ein. Die Einstufung wurde vor dem Hintergrund der Ankündigung des Vorstandsvorsitzenden Rolf E. Breuer, in nächster Zeit keine größere US-Investmentbank zu übernehmen, gemacht.

Die Analysten erwarten jedoch, dass die Deutsche Bank kleinere Übernahmen im Sektor Corporate Finance tätigen werde. Ziel sei es, den Anteil der Erlöse aus den USA von 40 Prozent auf 60 Prozent zu erhöhen.

Zudem habe der Versicherer Axa Colonia signalisiert, mit der Deutschen Bank 24 kooperieren zu wollen. Dies sei nach Ansicht der Experten ein deutliches Zeichen dafür, dass die Bedeutung des Verkaufs von Versicherungen über Banken immer mehr zunehme.

Es dürfte daher ein leichtes für die Deutsche Bank sein, einen Partner für ihr Filialgeschäft zu finden. Bereits bestätigt habe die Deutsche Bank Verhandlungen mit der Allianz über eine Kooperation mit der Deutschen Bank 24.

ABN Amro prognostiziert einen Gewinn je Aktie für das laufende Jahr von 8,16 Euro und für das Jahr 2001 von 6,10 Euro.

(Chart / Firmenprofil)

Credit Suisse Group: Moderat bewertet / "Kauf" (HF)

Hornblower Fischer (HF) hat die Credit Suisse Group (876 800) in einer erstmaligen Einschätzung langfristig auf "Kaufen" eingestuft. Der Analyst Karl-Heinz Goedeckemeyer begründet das Rating mit der überzeugenden Unternehmenspräsentation. Zudem sei das Papier mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 16 moderat bewertet.

Der zweitgrößte schweizerische Finanzkonzern verzeichnete im ersten Halbjahr in den Geschäftsfeldern Financial Services, Private Banking, Credit Suisse Banking und Investmentbanking Credit Suisse First Boston (CSFB) nennenswerte Zuwächse.

Die Finanzgruppe habe sich ehrgeizige Ziele gesetzt. So plane sie, die langfristige Eigenkapitalrendite (ROE) nach 18 Prozent im Vorjahr zukünftig bis 22 Prozent zu steigern. Bereits im ersten Halbjahr habe die CSG dieses Ziel spürbar mit 21,2 Prozent überschritten.

Ein weiteres Plus sieht Goedeckemeyer in der Übernahme des amerikanischen Investmenthauses Donaldson, Lufkin & Jenrette. Durch diese Transaktion werde CSFB praktisch in allen Kategorien vorderste Plätze im Investmentbanking einnehmen.

(Chart, Zürich / Firmenprofil)