Metro Prüft Börsengang von Media-Markt und Saturn

Der Handelskonzern prüft nach eigenen Angaben einen Börsengang seiner lukrativen Media-Saturn-Elektronikmärkte. Ein IPO könnte Kapital für die weitere Expansion in die Kassen bringen.

Düsseldorf - Wie ein Metro-Sprecher mitteilte, sei die Entscheidung über den Börsengang aber noch nicht gefallen. Die Elektronikfachmärkte sind nach Konzernangaben die Nummer 1 in Europa und hätten damit einen hohen Bekanntheitsgrad bei den Verbrauchern.

Auf Anregung der Düsseldorfer Konzernzentrale werde eine IPO-Möglichkeit mit den weiteren Gesellschaftern der Media-Saturn-Holding in Ingolstadt zunächst im Grundsatz geprüft. Das seien der Geschäftsführende Gesellschafter und der Firmengründer, die etwa ein Viertel der Anteile hielten.

Unter dem Dach der Metro sind bereits die Kaufhof-Warenhäuser als Aktiengesellschaft aufgestellt. Die Metro-Holding will sich mit einem verkleinerten Vorstand auf die Strategie konzentrieren und den Konzern stärker in die Offensive bringen.

Die Elektronikfachmärkte erzielen mit dem Praktiker-Baumarkt ein Fünftel des Konzernumsatzes von 85,6 Milliarden Mark (1999). Sie sind mit dem Metro- Großhandelsmarkt (Cash&Carry) die Gewinnstützen des Konzerns.