Analysten Empfehlungen am Vormittag

ABN Amro empfiehlt Telesens zum Kauf. Goldman Sachs stuft die Hannover Rück auf "Outperformer". Merck Finck sieht bei RWE höhere Gewinne fließen und gibt ein "Outperformer"-Votum. Sal. Oppenheim rät zum Kauf von Siemens.

Franfurt am Main - ABN Amro hat Telesens (529 970) mit "Kauf" bewertet. Der Anbieter von Rechnungssystemen für Telekommunikation hatte zuvor mitgeteilt, dass Telesens noch in diesem Jahr einen Gesellschafts- und Beteiligungsvertrag abschließen und eine "konsolidierungsfähige Mehrheit" an Nexnet übernehmen werde. Damit erweitere Telesens sein Angebot unter anderem im Markt für Telekommunikations-Abrechnungen.

Für Nexnet erwarten die Analysten im Jahr 2001 Einnahmen in Höhe von 40 Millionen Mark, auf Betriebsebene soll die Gewinnzone zumindest erreicht werden. Mit einer Anpassung ihrer Gewinnerwartung je Aktie wollen die Analysten warten, bis mehr Informationen über den Kauf vorliegen. Derzeit liege der erwartete Gewinn je Aktie für das Jahr 2000 bei minus 0,83 Euro, und für das Jahr 2001 bei 0,28 Euro.

Die konsolidierten Marktgewinne schätzen die Experten für das Jahr 2000 auf minus 0,42 Euro. Bestenfalls könnten Marktgewinne von minus 0,17 Euro realisiert werden, im schlechtesten Fall lägen sie bei minus 0,83 Euro.

(Chart)

Hannover Rück: Prognosen korrigiert / "Outperformer" (Goldman Sachs)

Goldman Sachs (GS) hat seine Gewinnschätzungen für die Aktien der Hannover Rück (840 220) korrigiert. Der geschätzte Gewinn je Aktie für das Jahr 2000 wird auf 11,4 Euro nach zuvor 6,82 Euro erhöht. Für das Jahr 2001 wird die Prognose allerdings auf 9,9 Euro nach zuvor 16,98 Euro gesenkt.

Laut Goldman Sachs reflektieren diese Anpassungen die Auswirkungen der deutschen Steuerreform auf den Bilanzposten der Steuerrücklagen. Die Anpassungen seien ein Jahr früher erfolgt als von den Analysten erwartet worden war. Die Aktien der Hannover Rück werden gegenwärtig mit "Outperformer" eingestuft.

(Chart / Firmenprofil)

RWE: Profitable Akquisition / "Outperformer" (Merck Finck)

Merck Finck & Co hat den prognostizierten Gewinn je Aktie (EPS) für die Papiere des Essener Energieversorgers RWE (703 700) erhöht. Die Privatbank hatte RWE nach Bekannt werden des Thames-Water-Deals als "Outperformer" bestätigt.

Das Finanzinstitut erwartet im folgenden Geschäftsjahr eine vollständige Konsolidierung von Thames Water in den deutschen Konzern. Deshalb erhöhte der zuständige Analyst Michael Butscher seine Einschätzung für den Gewinn je Aktie für das Geschäftsjahr 2000/01 von 2,12 Euro auf 2,30 Euro und für das kommende Jahr 2001/02 von 2,37 Euro auf 2,60 Euro.

Die Akquisition von Thames Water sei hochgradig profitabel. Merck Finck & Co geht davon aus, dass innerhalb der nächsten 50 Tage alle Transaktionen abgeschlossen sein werden. Zudem sei die Wasserversorgung ein schnell wachsender Markt, indem Thames Water eine starke Position innehabe.

(Chart / Firmenprofil)

Siemens: Wichtiger UMTS-Auftrag / "Kauf" (Sal. Oppenheim)

Als wichtige Referenz für Siemens (723 610) bezeichnet Frank Rothauge von Sal. Oppenheim den Auftrag, für das italienische Wind-Konsortium die UMTS-Netzwerktechnologie zur Verfügung zu stellen. Voraussetzung sei natürlich, dass Wind bei der italienischen Auktion eine UMTS-Lizenz ersteigere. Das Projekt könne eine Vielzahl von Folgeaufträgen nach sich ziehen.

Nach Ansicht von Rothauge hat Siemens nach Ericsson und Nokia gute Chancen, auf Platz drei unter den UMTS-Lieferanten vorzurücken. Auch von der Finanzierungsseite stehe Siemens gut dar, so dass nach Aussagen von Rothauge eine recht gute Marktabdeckung kein Problem darstellen sollte.

Bei Ericsson und Nokia hingegen dürften die Finanzierungskapazitäten bald erschöpft sein, so der Analyst. Sein Anlagevotum lautet auf "Kauf", das Kursziel auf Sicht von sechs Monaten gibt er mit 202 Euro (aktuell 156 Euro) an.

(Chart / Firmenprofil)