Anlagestrategie Griechenland im Mobilfunk-Fieber

Griechenland im Börsenfieber: Der zweitgrösste Mobilfunker des Landes Cosmote notiert am Montag erstmals am Markt in Athen. In der Zeichnungsfrist ist das Papier überraschend billig zu haben - Anleger können über Fonds dabei sein.

Athen - Weniger als von vielen Analysten erwartet will Cosmote, zweitgrösster Mobilfunkprovider Griechenlands, für die jungen Aktien haben. Das soll möglichst viele große Investoren aus dem Ausland anlocken.

Das Unternehmen will 15 Prozent seiner Aktien an die Börse bringen, die Papiere kosten in der Zeichnungsfrist bis Montag zwischen 3.120 und 3.494 Drachmen (10,32 Euro).

Damit ist Cosmote an der Börse höchstens 2,9 Milliarden Dollar wert. Analysten hatten den Börsenwert zuvor auf vier bis fünf Milliarden Dollar geschätzt.

Cosmote gilt als eine der am schnellsten wachsenden Mobilfunk-Firmen in Europa. Allerdings gibt es Zweifel, ob das Wachstum bei gerade mal zehn Millionen potenziellen Kunden weiter anhalten wird.

Doch zum Start an der Börse dürfte Cosmote kräftig steigen. Deutsche Anleger, die kein Konto bei der griechischen Bank EFG Eurobank-Ergasias haben, können über Aktienfonds dabei sein.

Eine Möglichkeit sind auf Telekom-Werte spezialisierte Fonds wie GIF Sicav Multimedia (Kenn-Nummer 921 411), DIT Technologiefonds (847 512), DWS Telemedia (847 421) oder Aditec (847 110).

Hier spielen aber kleinere Werte wie Cosmote, falls sie von den Fondsmanagern überhaupt gekauft werden, nur eine untergeordnete Rolle. Anleger müssen sich eher um die Performance der Riesen wie Deutscher Telekom, Vodafone oder MCI Worldcom sorgen.

Anders dürfte das bei einem reinen Griechenland-Fonds aussehen. Auch wenn Cosmote hier ebenfalls keine dominierende Rolle spielt, könnten doch alle enthaltenen Werte von einer möglichen, durch den neuen Wert ausgelösten Aktienhausse in Athen profitieren.

Berenberg-Hellas-Olympia-Fonds UI

Der Aktienfonds der Hamburger Bank (Kenn-Nummer 978 205)investiert überwiegend in Standardwerten des griechischen Aktienmarktes.

Von dem versprechen sich die Berenberg-Banker in den nächsten Jahren durch den erwarteten Beitritt Griechenlands in die EWU im Jahr 2001, einer starken Konvergenzentwicklung und den olympischen Spielen 2004 einige Gewinne.

Der Fondswert hat sich in den vergangenen zwölf Monaten bis Ende August um rund 28 Prozent gesteigert. Er lief damit nicht besser der griechische Aktienmarkt insgesamt.

Zu den größten Werten im Fondsportfolio gehören Banken- und Telekom-Werte. Der Fonds notiert in Euro, ein Anteil kostet rund 111 Euro.