Lufthansa Vor Abkommen mit Air China

Vorstandschef Jürgen Weber nimmt den Milliardenmarkt China ins Visier. Die Airline plant mit der staatlichen Air China ein Abkommen über Gemeinschaftsflüge und will so den "letzten weißen Fleck" im Allianznetz schließen.

Frankfurt am Main - Über ihre geplante Kooperation mit der Air China wird die Lufthansa in einer Pressekonferenz am 9. Oktober informieren. Dies kündigte eine Lufthansa-Sprecherin an.

Sie bestätigte damit das Interesse der Lufthansa am chinesischen Markt. Einen Bericht der "Financial Times Deutschland", wonach Lufthansa und Air China Gemeinschaftsflüge vereinbart hätten, wollte die Sprecherin nicht kommentieren.

Das Blatt hatte zuvor unter Berufung auf ein Lufthansa-Vorstandspapier berichtet, Lufthansa und Air China planten zum 29. Oktober ein entsprechendes Abkommen.

Dem Papier zufolge solle zunächst das Angebot an Flügen nach Peking und Shanghai "stark ausgeweitet" werden. Im nächsten Schritt sollten auch innerchinesische Routen von Shanghai und Peking aus für die Lufthansa erschlossen werden, heißt es weiter.

Mit den geplanten Gemeinschaftsflügen, in Fachkreisen "Code-Shares" genannt, wolle die Lufthansa "den letzten weißen Fleck" in ihrem Allianzbündnis tilgen, zitiert die Zeitung weiter.

Branchenkenner beurteilten das Abkommen mit Air China als Vorstufe zu einem möglichen Beitritt der Chinesen zum Luftfahrtbündnis Star Alliance, dem neben der Lufthansa zwölf weitere Fluggesellschaften angehören. Air China ist nach China Southern die zweitgrößte Fluggesellschaft Chinas.