Analysten Empfehlungen am Vormittag

JP Morgan empfiehlt Ergo zum Kauf und gibt ein Kursziel von 220 Euro an. LB rät zum Kauf von Intershop. West LB stuft Infineon auf "Kauf", reduziert das Kursziel jedoch auf 85 Euro. Die WGZ-Bank sieht Henkel als "Outperformer".

Frankfurt am Main - JP Morgan empfiehlt die Ergo-Aktie (841 852) bei einem langfristigen Kursziel von 220 Euro (aktuell 150 Euro) zum Kauf. Die geplante Rentenreform verbessere das Umfeld für Lebensversicherer deutlich. Ergo habe einen Marktanteil von 9,2 Prozent am deutschen Lebensversicherungsgeschäft und erziele 90 Prozent der Erlöse in Deutschland.

Aus diesen Gründen profitiere der Konzern besonders stark von der Rentenreform. Der absehbare Exklusivvertrieb der Produkte über die HypoVereinsbank werde die potenzielle Kundenbasis erhöhen.

Die Übernahmen durch ihre Muttergesellschaft Münchner Rück in Italien (Bayerische Vita) und Osteuropa (Alte Leipziger Europa) erleichtere Ergo den Zugang zu diesen Märkten. Ein Abkommen mit T-Online ermögliche Ergo den Vertrieb über den größten Internetprovider Europas. Dies helfe, Verwaltungskosten einzusparen.

(Chart / Firmenprofil)

Intershop: Kooperation mit Intel / "Kauf" (LB)

Als wichtigen Schritt für Intershop (622 700) schätzen die Analysten von Lehman Brothers (LB) die Kooperation mit Intel ein. Das Anlageurteil lautet "Kauf". Die erwarteten Gewinne für 2000/2001/2002 werden mit 0,04/0,14/0,43 Euro angegeben.

Es bestehe die Möglichkeit, dass das Geschäft zu einem späteren Zeitpunkt auch die Intershop-Software "Enfinity" umfasse. Am Mittwoch war mitgeteilt worden, dass der US-Prozessorhersteller bei seinen für die letzte Septemberwoche annoncierten E-Commerce-Lösungen "Netstructure Storefront Appliances" auch Software der Intershop verwenden will.

(Chart / Firmenprofil)

Infineon: Kursziel: 85 Euro / "Kauf" (West LB)

Die Analysten der West LB haben das Kursziel für Infineon (623 100) von 105 auf 85 Euro gesenkt. Sie empfehlen die Aktie zum "Kauf" und rechnen mit "sehr positiven" Zahlen für das dritte Quartal. Zur Begründung des niedrigeren Kursziels verweisen sie auf die unsichere Stimmung in der Branchenkonjunktur. Allerdings produziere Infineon in den Wachstumssegmenten Flash-Speicher und Telekom-Komponenten an der Kapazitätsgrenze.

Unter der, so die Analysten, "Katerstimmung" bei PC-Komponenten und Videokomponenten könnten in Europa besonders Philips leiden, heißt es in dem Ausblick. Epcos empfehlen die Analysten unverändert als "Outperformer" mit einem Kursziel von 120 Euro.

(Chart)

Henkel: Kursziel 80 Euro / "Outperformer" (WGZ-Bank)

Die WGZ-Bank hat Henkel (604 843) mit Hinblick auf einen guten Bericht für das dritte Quartal sowie die für ein Konsumchemieunternehmen günstige Bewertung erneut als "Outperformer" eingestuft. Auch das Kursziel von 77-80 Euro (aktuell 65 Euro) wurde beibehalten. Der Konzern sei nur marginal von den gestiegenen Ölpreisen betroffen.

Zwar könne der gestiegene Ölpreis nicht vollständig durch das günstige Umfeld bei naturbasierten Chemieprodukten ausgeglichen werden, die von Henkel erwarteten Belastungen von zwei bis drei Prozent fielen jedoch moderat aus. In der Bestätigung der Prognosen für das Gesamtjahr mit einer Umsatz-Steigerung von zehn Prozent auf 12,5 Milliarden Euro sehen die Experten ein weiteres positives Potenzial.

(Chart)