Sonntag, 25. August 2019

Devisengeschäfte Deutsche Bank suspendiert Händler in New York

Deutsche Bank in New York: Anfrage von den Aufsichtsbehörden

Im Skandal um die mögliche Manipulation an den Devisenmärkten hat die Deutsche Bank einem Bericht zufolge erstmals einen Händler suspendiert - wie zuvor bereits Barclays, JPMorgan und Citigroup. Die Deutsche Bank gehört zu den dominierenden Akteuren im Devisengeschäft.

Frankfurt am Main - Es bestehe der Verdacht, dass der betroffene Händler Referenzkurse für Währungen manipuliert habe, berichtete die "Welt" (Mittwoch) unter Berufung auf mit den Untersuchungen vertraute Personen. Der Händler habe in New York gearbeitet und mit argentinischen Pesos gehandelt.

Darüber hinaus gebe es inzwischen womöglich weitere Verdachtsfälle. Ein Sprecher des Instituts habe sich nicht zu den konkreten Fällen äußern wollen, hieß es in dem Zeitungsbericht. Er bestätigte lediglich, dass die Bank von Aufsichtsbehörden kontaktiert wurde.

Behörden weltweit untersuchen bereits seit vergangenem Herbst, ob es am Devisenmarkt ähnlich wie beim Referenzzins Libor zu Manipulationen gekommen ist. Die Deutsche Bank Börsen-Chart zeigen gehört zu den dominierenden Akteuren im Devisengeschäft. Dieses gilt mit einem täglichen Volumen von zuletzt rund 5,3 Billionen Dollar als größter Finanzmarkt der Welt.

Verschiedenen Berichten zufolge wurden bei den Untersuchungen zum Devisenmarkt mehr als zwölf Banken von den Aufsichtsbehörden kontaktiert - darunter auch die Deutsche Bank.

Viele Großbanken wie die britische Barclays Börsen-Chart zeigen , die Schweizer UBS Börsen-Chart zeigen oder die US-Häuser Citigroup Börsen-Chart zeigen und JPMorgan Börsen-Chart zeigen haben nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg deswegen mindestens ein Dutzend Händler gefeuert. Die Deutsche Bank hatte sich bisher noch nicht zu diesem Schritt genötigt gesehen.

la/dpa-afx

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