VW Wolfsburger vor Mehrheit bei Scania?

Die Zeichen verdichten sich, dass Konzernchef Ferdinand Piech bei Scania die Mehrheit anstreben. Demnach will Volvo seine Anteile an dem schwedischen Lkw- und Bus-Hersteller an die Wolfsburger abgeben.

Stockholm/Wolfsburg - Volvo bestätigte am Dienstag, dass es mit Volkswagen (VW) Gespräche über die bei Volvo verbliebenen Scania-Anteile gibt. Ob dabei konkret über einen Verkauf gesprochen wurde, wollte der Volvo-Sprecher nicht bestätigen. Ein VW-Sprecher wollte die Berichte "nicht kommentieren".

Volvo hält einen Scania-Anteil von 45,5 Prozent, der einem Stimmrechtanteil von 30,6 Prozent entspricht. Dieser Anteil soll dem Unternehmen zufolge nicht gestückelt werden, muss aber aus Wettbewerbsgründen innerhalb von drei Jahren verkauft werden.

VW hatte im Frühjahr einen Kapitalanteil an Scania von 18,7 Prozent erworben, der allerdings 34 Prozent der Stimmrechte und damit die unternehmerische Führung sichert.

VW-Chef Piech hatte zwar betont, dass VW an einer Anteilsaufstockung nicht interessiert ist. Und auch der Scania-Vorstandsvorsitzende Leif Östling hatte jüngst erklärt, dass er eine weitere Anteilsaufstockung nicht befürwortet. Doch durch den von VW angekündigten Rückkauf eigener Aktien waren bereits Ende vergangener Woche entsprechende Spekulationen genährt worden.