Continental Will jetzt auch Reifen zurückrufen

Der Reifenhersteller plant in den USA offenbar eine Rückrufaktion für 16-Inch-Reifen, die serienmäßig auf Fahrzeuge vom Typ Lincoln Navigator montiert wurden.

Washington - Nach Informationen der Nachrichtenagentur AP wollen sich Vertreter von Continental und Ford, dem Hersteller des Navigator, noch am Dienstag mit Beamten der für Autobahnen zuständigen Nationalen Verkehrssicherheitsbehörde (NHTSA) treffen. Es wurde damit gerechnet, dass der Rückruf im Anschluss an das Treffen bekannt gegeben wird.

Betroffen sind nach Auskunft eines Lincoln-Sprechers rund 40.000 Fahrzeuge der Baujahre 1998 und 1999, die hauptsächlich in den USA verkauft, aber auch nach Saudi-Arabien und in andere Golfstaaten exportiert wurden.

Ford und Continental untersuchen zurzeit Berichte, wonach Probleme mit den "ContiTrac AS"-Reifen zu Unfällen in Saudi-Arabien geführt haben. Dabei sei es jedoch nicht zur Personen-, sondern lediglich zu Sachschäden gekommen, betonten die beiden Unternehmen.

Anfang August mußten 6,5 Millionen Reifen des Herstellers Bridgestone/Firestone zurückgerufen werden, mit denen insbesondere Sportwagen vom Modell Ford Explorer ausgestattet waren. Nach Angaben der NHTSA haben Unfälle der vergangenen Jahre mit 88 Todesopfern und mindestens 250 Verletzten möglicherweise ihre Ursache in defekten Firestone-Reifen.