AOL/Time Warner EU droht Fusion zu stoppen

Die EU-Kommission hat sich gegen die 127 Milliarden Dollar schwere Fusion der beiden Medienriesen ausgesprochen. Sie fordert weitere Zugeständnisse.

Brüssel - Die Europäische Kommission befürchtet, dass durch den Zusammenschluss ein marktbeherrschendes Unternehmen entstehe, das konkurrierenden Firmen den Marktzutritt verwehren könnte. Das berichten verschiedene Medien.

AOL und Time Warner haben bis zum 24. September Zeit, der Kommission weitere Zugeständisse zu unterbreiten. Die beide Unternehmen sollen ihre Marktdominanz in Europa reduzieren.

Wie ein Sprecher der EU-Kommission behauptete, sei die Verbreitung des Entscheidungsentwurfs in diesem Stadium des Prozesses ein normaler Vorgang.

AOL hatte im August bereits angeboten, seine Verbindungen zu dem Gütersloher Medienkonzern Bertelsmann aufzugeben. Darüber hinaus erklärte sich AOL bereit, Inhalte von Bertelsmann nicht für seine Medien-Abspielgeräte aufzuarbeiten. Gleichzeitig will das Unternehmen für die kommenden drei Jahre darauf verzichten, seine Marktposition in den USA nicht für die Expansion in Europa zu nutzen.