Amazon Kann sich die wichtige Marketingplattform Yahoo nicht mehr leisten

Der Internet-Händler kann sich die Zusammenarbeit mit dem Web-Riesen Yahoo nicht mehr leisten. Offenbar werden die Gebühren zu hoch. Das Ziel von Amazon, als Weltmarktführer endlich Geld zu verdienen, rückt in die Ferne.

Seattle - Nach drei Jahren, in denen sich Amazon und Yahoo gegenseitig groß gemacht haben, trennen sich die Weg der beiden Internet-Riesen.

Amazon.com wird seine Angebote in den USA künftig nur noch über den Yahoo-Konkurrenten America Online (AOL) vermarkten. In Europa bleibt es bei der Partnerschaft.

Yahoo hat mit der US-Buchhandelskette Barnes & Noble in den USA bereits einen neuen Marketing-Partner gefunden.

Die Trennung ist eine Schlappe für Amazon. Das Unternehmen ist zwar inzwischen der größte Internet-Händler und hat seine Produktpalette von Büchern und CDs und andere Waren deutlich erweitert. Doch immer noch zahlt Amazon bei fast jedem verkauften Produkt drauf.

Die Hoffnung der Investoren ist, als Weltmarktführer irgendwann einmal die Margen erhöhen zu können. Bis dahin muss Amazon für die eigene Dienstleistung werben. Deshalb ist es wichtig für den Webhändler, bei Webriesen wie Yahoo und AOL vertreten zu sein.

Sowohl Yahoo als auch AOL lassen sich das Angebot, auf einen bestimmten Handelspartner wie Amazon hinzuweisen, teuer bezahlen. Diese Gebühren kann sich Amazon nun offenbar nicht mehr leisten.

Die Firma steckt tief in den roten Zahlen - und die Investoren werden zunehmend ungeduldiger. Die Aktie hat in diesem Jahr rund 44 Prozent verloren, der in den vergangenen sechs Jahren aufgelaufene Verlust beträgt inzwischen 1,5 Milliarden Dollar.