Sydney heute Vier Schwimm-Weltrekorde zum Auftakt

Weltrekorde im Minutentakt. Die ersten Entscheidungen im Schwimmen hatten es in sich - auch weil der australische "Golden Boy" Ian Thorpe mit von der Partie war.

Sydney - Weltrekorde im Minutentakt. Unmittelbar nachdem die Ukrainerin Jana Kloschkowa das erste Schwimmgold über 400-Meter-Lagen in der neuen Weltrekordzeit von 4:33:59 Minuten geholt hatte, tauchte der australische "Wonder Boy" Ian Thorpe ins Wasser des Aquatic Center von Sydney ein. Unter dem frenetischen Jubel der 17.500 Zuschauer in der restlos ausverkauften Arena schwamm der 17-jährige Volksheld über 400-Meter-Freistil mit 3:40:59 Minuten in Weltrekordzeit zu Gold.

Mit seiner famosen Vorstellung drang Thorpe in eine neue Schwimmdimension vor. Der Ausnahmeathlet deklassierte die gesamte Konkurrenz und schlug fast drei ganze Sekunden vor dem Zweiten an, dem Italiener Massimilian Rosolino.

Nach seinem Triumph im Einzelrennen ging Thorpe nur wenig später als letzter Schwimmer der 4x100-Meter-Freistilstaffel ins Becken und lieferte sich mit dem Schlussschwimmer der Amerikaner ein packendes Duell.

Als Thorpe anschlug, hatte er nicht nur erneut Gold gewonnen, sondern ebenso für einen neuen Weltrekord in 3:13:67 Minuten gesorgt. Eine neue Weltbestleistung, die vierte des Eröffnungstages, war in der Frauen-Sprinstaffel zuvor dem amerikanischen Quartett geglückt.

Aus deutscher Sicht verliefen die ersten Entscheidungen im Aquatic Center unglücklich. Die beiden mit Medaillenchancen gestarteten Freistil-Stafflen hatten Pech: Sowohl die Damen als auch die Herren landeten auf dem undankbaren vierten Platz.

Ergebnisse:
Männer, 400-Meter-Freistil, Finale:
1. Ian Thorpe (Australien) 3:40,59 Minuten (Weltrekord)
2. Massimiliano Rosolino (Italien) 3:43,40
3. Klete Keller (USA) 3:47,00
4. Emiliano Brembilla (Italien) 3:47,01, 5. Dragos Coman (Rumänien) 3:47,38, 6. Chad Carvin (USA) 3:47,58, 7. Grant Hackett (Australien) 3:48,22, 8. Ryk Neethling (Südafrika) 3:48,52. Im Vorlauf ausgeschieden: Heiko Hell (Elmshorn) 3:50,80.

Frauen, 400-Meter-Lagen, Finale:
1. Jana Kloschkowa (Ukraine) 4:33,59 Minuten (Weltrekord)
2. Yasuko Tajima (Japan) 4:35,96
3. Beatrice Caslaru (Rumänien) 4:37,18
4. Kaitlin Sandeno (USA) 4:41,03, 5. Nicole Hetzer (Burghausen) 4:43,56, 6. Maddy Crippen (USA) 4:44,63, 7. Joanne Malar (Kanada) 04:45,17,8. Jennifer Reilly (Australien) 04:45,99. Im Vorlauf ausgeschieden: Sabine Klenz (Leutzsch).

Frauen, 4x100 m Freistil, Finale:
1. USA 3:36,61 Minuten (Weltrekord)
2. Niederlande 3:39,83
3. Schweden 3:40,30
4. Deutschland (Antje Buschschulte/Magdeburg, Katrin Meißner/Berlin, Franziska van Almsick/Berlin, Sandra Völker/Hamburg), 3:40,31, 5. Großbritannien 3:40,54, 6. Australien 03:40,91, 7. Kanada 3:42,92, 8. Italien 3:44,49.

Männer, 4x100m Freistil, Finale:
1. Australien 3:13,67 Minuten (Weltrekord)
2. USA 3:13,86
3. Brasilien 3:17,40
4. Deutschland (Torsten Spanneberg/Neukölln, Christian Tröger/München, Stephan Kunzelmann/Hannover, Stefan Herbst/Leutzsch) 3:17,77, 5. Italien 3:17,85, 6. Schweden 3:19,60, 7. Frankreich 3:21,00. - Russland disqualifiziert.

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