Toshiba "Miese" erwirtschaftet

Der japanische Elektrokonzern hat erstmals seit 23 Jahren rote Zahlen geschrieben.

Tokio - Der erfolgsverwöhnte Konzern hat ordentlich "Miese" gemacht. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 98/99 (zum 31.März) habe der Konzern einen Nettoverlust von 23,64 Milliarden Yen (rund 332 Millionen Mark) verbucht. Das teilte Toshiba am Donnerstag in Tokio mit. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch einen Reingewinn von 9,55 Milliarden Yen erzielt. Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen aber wegen der Belebung des Geschäfts mit tragbaren Computern mit einem ausgeglichenen Ergebnis.

Toshiba begründete den Verlust im ersten Halbjahr mit den schneller als erwartet sinkenden Preisen bei Computer-Speicherchips sowie den schleppenden Verkäufen bei Bildschirmen und anderen Computer-Peripherieprodukten. Der Umsatz fiel den Angaben zufolge auf 2,50 Billionen Yen von 2,64 Billionen Yen im Vorjahreszeitraum.

Toshiba erklärte weiter, durch den erwarteten Umsatzanstieg im Computergeschäft würden im zweiten Halbjahr 1998/99 die Verluste der ersten Jahreshälfte wieder wettgemacht. Im Bereich Personal Computer (PC) werde im Gesamtjahr mit einem Betriebsgewinn von 70 Milliarden Yen gerechnet. Die Ergebnisse der Sparten Halbleiter und Unterhaltungselektronik würden dagegen weiter im negativen Bereich bleiben. Im Gesamtjahr solle der Umsatz leicht auf 5,50 Billionen Yen steigen. Ein Jahr zuvor hatte das Unternehmen 5,46 Billionen Yen umgesetzt.

Die Toshiba-Aktie legte an der Börse in Tokio in einem allgemein schwachen Umfeld fast drei Prozent auf 653 Yen zu.