Konjunktur Ausgabenspielraum privater Haushalte sinkt

Die Ölpreiskrise und der Dollar-Höhenflug kosten die deutsche Volkswirtschaft allein in diesem Jahr 33 Milliarden Mark, so das Ergebnis einer Studie.

Düsseldorf - Die Kombination aus starkem Dollar und hohem Ölpreis koste Unternehmen und Privathaushalte dieses Jahr 33 Milliarden Mark, schreibt die Westdeutsche Landesbank in einem Konjunkturbericht.

22 Milliarden Mark der Gesamtbelastung tragen die privaten Haushalte, heißt es weiter. Zum Vergleich: Die Steuerreform soll im kommenden Jahr die privaten Haushalte um 27 Milliarden Mark entlasten. Einschließlich der Entlastungen für die Wirtschaft soll die Steuerlast 2001 um 45 Milliarden Mark sinken.

Schon in der ersten Jahreshälfte habe die Verteuerung insbesondere der Kraftstoffe den Ausgabenspielraum der privaten Haushalte merklich eingeschränkt, schreibt die WestLB. In der zweiten Jahreshälfte schlage die Verteuerung von Öl und Gas, Benzin und Diesel voll durch.

Viele Haushalte müssten bis zum Beginn der Heizperiode ihre Öltanks auffüllen. Zudem seien höhere Strompreise bereits angekündigt. Der Privatverbrauch werde daher wahrscheinlich in den nächsten Monaten neben den Bauinvestitionen eine der Schwachstellen im insgesamt günstigen Konjunkturbild sein.

Die Euro-Schwäche gegenüber dem Dollar könnte sich der WestLB zufolge durchaus noch etwas fortsetzen. Noch in diesem Jahr werde es zu einer Trendwende zu Gunsten des Euro kommen. Im vierten Quartal dürfte eine Beruhigung der US-Konjunktur deutlicher sichtbar werden; dies werde sich allmählich in der Gewinnentwicklung der US-Unternehmen wiederfinden, erwarten die Analysten der Bank.