Club Med Erster Reiseveranstalter gibt Gewinnwarnung aus

Teurer Dollar und teures Flugbenzin drücken die Gewinne der Reisebranche, die ohnehin schon mit Überkapazitäten und Niedrigmargen zu kämpfen hat. Der französische Veranstalter Club Med gibt jetzt eine Gewinnwarnung heraus.

Paris - Die im Freizeit- und Reisegeschäft tätige Gruppe Club Mediterranee hat eine Gewinnwarnung für das voraussichtliche operative Ergebnis veröffentlicht. Ausschlaggebend dafür sei die Kursschwäche des Euro zum US-Dollar und zu anderen Währungen.

Das prognostizierte Ziel von 107 Millionen Euro werde nicht erreicht, teilte Club Med mit. Der Betriebsgewinn werde voraussichtlich rund zehn Prozent darunter liegen.

Der hohe Ölpreis und der starke Dollar belasten auch die Bilanzen anderer Reiseveranstalter. Der Durchschnittspreis je Tonne Kerosin hat seit Jahresanfang nach Angaben der Deutschen Lufthansa von 259 US-Dollar auf derzeit rund 345 Dollar zugelegt.

In Winterkatalogen fallen die Preise schon rund vier Prozent höher aus. Höhere Preise sind aber nun auch für die Sommersaison 2001 zu erwarten. Allein bei den Flugkosten sollen Preisaufschläge bis zu sieben Prozent an die Urlauber weiter gegeben werden.

Die ungünstige Situation trifft die Reisebranche in einer Phase, in der Managementkapazitäten und Margen nahezu ausgeschöpft sind. Die Neuordnung des Reisemarktes durch zahlreiche Übernahmen und Zukäufe sorgt für hohe interne Kosten, während der Trend zu Billigreisen auf der Einnahmenseite belastet.