Analysten Empfehlungen am Nachmittag

Das Bankhaus Lampe bekräftigt seine Empfehlung PC-Spezialist zu kaufen. Die Landesbank Baden-Württemberg stuft Kontron auf "Halten" zurück. Das Anlageurteil von ABN Amro für Intershop lautet "Kaufen". Außerdem: Deutsche Bank.

Frankfurt am Main - Das Bankhaus Lampe (BL) hat seine Einschätzung, die Aktie des Franchise-Unternehmens PC-Spezialist (687 380) zu kaufen, bekräftigt. Die Analysten zeigten sich überzeugt, dass die alten Höchstkurse der Aktie von 100 Euro fundamental abgesichert seien, sollte das Kursziel von 75 Euro (aktueller Kurs 74 Euro) bereits deutlich überschritten sein.

Der Grund für die positiven Aussichten des Wertpapiers läge in den guten Marktchancen des Unternehmens. PC-Spezialist habe von Januar bis Juni diesen Jahres 93 neue Vertragspartner gewinnen können. Außerdem zeige sich das Potenzial für 300 weitere Standorte in Deutschland.

Die Vorlage der Halbjahreszahlen ergab, dass das Unternehmen das Ergebnis in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres um 26 Prozent von 0,715 Millionen Euro auf 0,902 Millionen Euro erhöhen konnte. Der Umsatz erhöhte sich im ersten Halbjahr 2000 um 42 Prozent auf 4,654 Millionen Euro gegenüber 3,288 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

(Chart / Firmenprofil)

Kontron: Stark überkauft / "Halten" (LBBW)

Die Aktie von Kontron (523 990) wird von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) auf "Halten" von "Kaufen" zurückgestuft. Zwar schätzen Analysten, dass sich die Ertragslage aufgrund der guten Marktstellung in einem aussichtsreichen Segment weiter positiv entwickelt, und mit dem Aufstieg in den Nemax-50 sollte die Aktie ihre Attraktivität für den Anleger behalten. Allerdings sei der Titel stark überkauft. Angesichts der hohen Bewertung und der notwendigen Integrationsleistungen des Managements erfolge daher die Rückstufung.

Die Bank sieht den Gewinn je Aktie für 2000 bei 0,92 (Vorjahr: 0,60) Euro und für 2001 bei 1,44 Euro. Die Dividende veranschlagt sie für 2000 auf 0,08 (0,05) Euro und für 2001 auf 0,10 Euro.

(Chart)

Intershop: Positive Kooperation / "Kaufen" (ABN Amro)

Das Investmenthaus ABN Amro schätzt die Kooperation von Intershop (622 700) mit Visa als positiv ein. Das Anlageurteil lautet "Kaufen"; die erwarteten Gewinne für 2000/2001 werden mit 0,00/0,23 Euro angegeben. Die Kooperation sei ein weiterer Schritt für Intershop, die potenzielle Kundenbasis zu vergrößern, da die Hamburger nun einen besseren Zugang zu den Visa-Kunden in Europa haben. Außerdem reduziere die Zusammenarbeit die Transaktionskosten, die durch die Nutzung des Visa-Netzwerks entstünden. Zudem sei eine schnellere Abwicklung der Kaufprozesse möglich. Intershop wolle Teile von Visas XML-Referenzbausteinen in seine Software integrieren, was das Zusammenspiel der Verkaufs- und Kaufsysteme signifikant verbessere.

(Chart / Firmenprofil)

Deutsche Bank: Kursziel 120 Euro / "Kaufen" (BHF-Bank)

Die BHF-Bank hat ihre Kaufempfehlung für die Deutsche Bank (514 000) bestätigt, nachdem die größte deutsche Bank bei dem Versuch gescheitert ist, die US-Investmentbank JP Morgan zu übernehmen. Die Bank bestätigte zudem das Kursziel von 120 Euro (aktueller Kurs 94,85 Euro) bis Ende 2001.

Die Analysten bewerten das Scheitern der Übernahme von JP Morgan als positiv. Die Deutsche Bank hätte sich diese Aktion "schlichtweg nicht leisten" können. Ihre Kapitalausstattung sei nicht mit der von schweizer Großbanken zu vergleichen, die "mal eben 10 Milliarden Dollar auf den Tisch legen" könnten.

Ein Listing an der Wall Street würde der Deutschen Bank Übernahmen in den USA sicherlich erleichtern. Allerdings sei die amerikanische Börsenaufsicht bei der Zulassung einiger europäischer Unternehmen "sehr restriktiv". Dadurch ergebe sich diese Gelegenheit einfach nicht.

Die Deutsche Bank ist das einzige deutsche Geldinstitut, das von der BHF-Bank als "Kauf" eingestuft wird. Die anderen Großbanken werden allesamt mit "Halten" bewertet.

(Chart / Firmenprofil)

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