Beko Aktientausch mit Yline geplant

Der IT-Dienstleister aus Österreich hat einer Übernahme des Konkurrenten Yline zugestimmt. Die Ankündigung hat an der Börse ein Kursfeuerwerk ausgelöst.

Wien - Die an der Easdaq notierende Yline Internet Business Services will den IT-Dienstleister Beko übernehmen. Wie Beko am Mittwoch mitteilte, hat Yline mit den wichtigsten Beko-Paketaktionären einen "Letter of Intent" unterzeichnet.

In diesem werde vereinbart, dass die von den Paketaktionären gehaltenen Beko-Anteile von Yline übernommen werden und Yline dafür junge Aktien begebe.

Börsenflop aus Österreich

Die seit Juni vergangenen Jahres am Neuen Markt notierte Beko hat sich für Anleger als Fehlinvestition erwiesen. Der aktuelle Kurs liegt knapp 60 Prozent unter dem Emissionspreis. Auch die mit der Übernahme angeregte Kursfantasie kann da nicht mehr viel retten.

Am Mittwoch gewann der Wert knapp 14 Prozent auf über 23 Euro. Die Beko-Aktionäre scheinen von der Übernahme nicht überzeugt zu sein. Die Aktie fiel im frühen Handel um knapp neun Prozent.

Yline plant Aufnahme am Neuen Markt

Die Beteiligung von Yline solle durch einen Aktientausch im Wege einer Kapitalerhöhung erfolgen. Dabei sollten die Paketaktionäre, die zusammen mehr als 75 Prozent an Beko hielten, eine Yline-Aktie für 6,25 Beko-Aktien bekommen.

Basierend auf den Dienstags-Schlusskursen der Yline-Aktie von 145 Euro und der Beko-Aktie von 23,2 Euro entspreche dies einer Prämie von 12,6 Prozent auf den Beko-Kurs.

Yline plane noch in diesem Jahr ein Listing am Neuen Markt und werde sich bereits bei der Übernahme an das Regelwerk des Neuen Marktes halten, kündigte Beko an.

Der Beko-Vorstand unterstütze die Fusion, hieß es weiter. Zu Yline hieß es, das Unternehmen notiere seit November 1999 an der Easdaq und sei als E-Commerce-Application-Service-Provider am Markt tätig.

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