Börse heute Erneut niedrigere Kurse

Marktteilnehmern zufolge sei eine einheitliche Tendenz kaum erkennbar. Weiter unter Druck könnte die Aktie von DaimlerChrysler stehen. Die T-Aktie sollte bei 42 Euro einen Boden gefunden haben.

Frankfurt am Main - Mit niedrigeren Kursen am deutschen Aktienmarkt rechnen Händler am Mittwoch. Einer vorbörslichen Umfrage unter sieben Instituten zufolge liegt der DAX zum Handelsschluss um 20.00 Uhr bei 7.117 Punkten nach 7.136 Zählern zum Handelsende am Dienstag.

Eine einheitliche Tendenz sei derzeit kaum erkennbar, was die Prognosen schwierig mache, heißt es. Dazu seien die Vorgaben mit dem ins Plus gedrehten Dow-Jones-Index und dem ins Minus gedrehten Nasdaq-Index sowie die Aufschläge in Tokio zu uneinheitlich.

"Ich glaube aber schon, dass die Marke bei 7.100 Punkten hält", sagte ein Teilnehmer. Im Blickpunkt dürften die Banken stehen. Berichten zufolge wird Chase Manhattan J.P. Morgan übernehmen. Deshalb sehen Händler Erholungspotenzial für die Deutsche Bank.

Auch sie galt als Interessent für J.P. Morgan und war deshalb am Vortag unter Druck geraten. "Bis auf die Deutsche Bank, die von dieser Nachricht erstmal profitieren könnte, ist das aber zunächst eine reine US-Geschichte", glaubt ein Teilnehmer.

Unter Druck dürften die Versicherer bleiben. Die Halbjahreszahlen der Allianz dürften hinter der neuen Stoxx-Struktur zurücktreten, die die beiden deutschen Versicherer im DAX weiterhin belaste.

Zur T-Aktie heißt es, sie sollte bei 42 Euro einen Boden gefunden haben. Der Bericht der "BÖZ", nach dem die Bruttoverschuldung wegen der Internationalisierung des Konzerns von knapp 40 Milliarden Euro zu Jahresbeginn auf rund 66 Milliarden Euro am Jahresende steigen wird, sollte den Kurs nicht allzu stark belasten.

"Dass die Schulden hoch sind und die UMTS-Linzenzen nicht aus der Portokasse zu bezahlen sind, wußte doch jeder", sagt ein Händler. Positiv zu werten seien die Aussagen des Finanzvorstandes Karl-Gerhard Eick, zusammen mit der französischen Mobilfunkgesellschaft Bouygues Telecom auf eine der vier zu vergebenden UMTS-Lizenzen in Frankreich zu zielen.

Aufkommende Unsicherheiten über den Adtranz-Verkauf an Bombardier könnten Marktteilnehmern zufolge die DaimlerChrysler-Aktie weiter belasten. Unter Berufung auf Kreise meldet die "Financial Times Deutschland", dass kartellrechtliche Probleme den Deal noch platzen lassen könnten.

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