Virtuelles Rathaus Ehe per Web

Wer künftig in Bremen umzieht, kann seine neue Adresse der Post, den Stadtwerken und der Bank zeitgleich via Internet mitteilen. Und wer heiraten will, fordert die nötigen Unterlagen online beim Standesamt an.

Bremen - Ermöglicht werden diese Services durch das "virtuelle Rathaus", das der Bremer Finanzsenator Hartmut Perschau (CDU) jetzt vorstellte. Auf der Internet-Plattform der Stadt, der Sparkasse Bremen, der Stadtwerke und der Post (www.bremer-online-service.de) gebe es Dienstleistungen aus einer Hand, sagte Perschau. "Wir betreten damit absolutes Neuland und sind am Anfang eines Prozesses, an dessen Ende ein breites Dienstleistungsangebot per Internet und digitaler Signatur steht."

Die digitale Signatur basiert auf einer Verschlüsselungstechnik zur Übertragung von Daten im Internet und soll die Absender eindeutig identifizieren. Nutzer des Bremer Online-Services könnten ihre Nachricht mit einer Signaturkarte, die aussieht wie eine Telefonkarte, und einem Lesegerät verschlüsseln, teilte die bremen online services GmbH mit.

Damit würden die Online-Transaktionen rechtsverbindlich "unterschrieben". In Kombination mit einer Geldkarte könnten künftig auch Gebühren bezahlt werden. So könnten beim Standesamt Urkunden angefordert und via Internet bezahlt werden.

In Bremer Behörden, Bibliotheken und Internet-Cafes würden Nutzerplätze mit Internet-Computern und Lesegerät eingerichtet. Internet-Profis könnten die Lesegeräte auch samt Software und Signaturkarte für 30 Mark kaufen und zu Hause benutzen. Die Signaturkarte allein koste zehn Mark.

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