Mannesmann Glänzende Bilanz

Der Telekommunikations- und Maschinenbaukonzern profitiert auch in diesem Jahr vom Telefonboom in Deutschland.

Düsseldorf - Frohlocken bei Mannesmann: Bei der Veröffentlichung seiner Neun-Monats-Zahlen am Donnerstag kündigte das Unternehmen an, das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit werde sich voraussichtlich in diesem Jahr erneut deutlich verbessern. Im vergangenen Jahr war es um 70 Prozent auf rund 1,7 Milliarden Mark in die Höhe geschossen.

In den ersten neun Monaten dieses Jahres steigerte Mannesmann den Auftragseingang um zehn Prozent auf gut 33 Milliarden Mark. Der Umsatz stieg um 20 Prozent auf knapp 32 Milliarden Mark und die Zahl der Beschäftigten wuchs um neun Prozent auf 132.000.

Vor allem die Bereiche Autotechnik und Telekommunikation sorgten mit Wachstumsraten von 30 Prozent und mehr für Freude bei den Mannesmann-Managern. In Deutschland erzielte das Unternehmen bereits 45 Prozent seines Umsatzes mit Telekommunikation. Die Mobilfunktochter Mannesmann D2 steigerte den Umsatz in den ersten neun Monaten um 31 Prozent auf 5,3 Milliarden Mark. Dabei gelang nach Unternehmensangaben erneut eine beachtliche Ergebnissteigerung beim Mobilfunk-Marktführer.

Erst am Mittwoch hatte Mannesmann D2 angekündigt, die Preise für Privatkunden schon einen Monat früher als ursprünglich geplant zu senken. Bereits ab dem 1. Dezember koste die Gesprächsminute tagsüber nur noch 1,29 Mark anstatt bisher 1,89 Mark.

Mannesmann reagiert damit auf die Deutsche-Telekom-Mobilfunktochter T-Mobil, die ebenfalls zu diesem Zeitpunkt die Preise senkt. Die jüngste Runde im Preiskrieg auf dem deutschen Handy-Markt war Anfang November von Mannesmann D2 selbst mit der Ankündigung ausgelöst worden, den bis dahin besonders hohen Minutenpreise für Wenigtelefonierer zum 1. Januar zu senken.

Die Festnetz-Tochter Mannesmann Arcor steigerte den Umsatz um 75 Prozent auf 1,3 Milliarden Mark. Damit baute das Unternehmen seine Führungsposition unter den Herausforderern der Deutschen Telekom aus. Auch in Italien, Frankreich und Österreich hielt der Expansionskurs im Telekommunikationsbereich an.