Neuer Markt Strengere Kontrollen gefordert

Das Image der Wachstumsbörse leidet unter einer Vielzahl von Flops. Ein strengeres Regelwerk soll den Markt transparenter und übersichtlicher gestalten.

Hamburg - Ein strengeres Regelwerk für die Unternehmen am Neuen Markt fordert Uwe E. Flach, Vorstandsmitglied DG Bank.

"Quartalsberichte der Neuen Markt-Unternehmen sollten, ähnlich wie es heute schon an der US-Wachstumsbörse Nasdaq üblich ist, einheitlichen Standards unterliegen und viel zeitnäher als bisher veröffentlicht werden", sagte er in einem Gespräch mit dem manager magazin.

Darüber hinaus setzt sich Flach dafür ein, dass die Unternehmensgründer den Verkauf ihrer Aktienpakete nach Ablauf der Sperrfristen innerhalb einer bestimmten Frist ankündigen müssen: "Transparenz über die Verkäufe durch Altaktionäre ist notwendig. Für Anleger sind diese Informationen entscheidend, weil die Kurse regelmäßig unter Druck geraten, sobald nur Gerüchte kursieren, dass Aktionäre verkaufen."

Flach zeichnet für das Neuemissionsgeschäft des Zentralinstituts der Volks- und Raiffeisenbanken verantwortlich und ist gleichzeitig Mitglied des Aufsichtsrats der Deutschen Börse.