Steuerfahndung Durchsuchungen bei Banken brachten Milliarden

Bund und Länder haben dank der Arbeit von Steuerfahndern Mehreinnahmen von knapp drei Milliarden Mark verbuchen können.

Saarbrücken - Die Aktionen der Steuerfahndung bei Banken und Sparkassen haben dem Fiskus im vergangenen Jahr offenbar Mehreinnahmen in Höhe von rund drei Milliarden Mark gebracht. Allein in Nordrhein-Westfalen sollen Beweise für die Hinterziehung von 1,4 Milliarden Mark gesammelt worden sein.

Die Durchsuchungen waren 1999 wegen Verdachts der Beihilfe zur Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit der Geldanlage von Kunden der Finanzinstitute im Ausland vorgenommen worden. Nach einer Umfrage des ARD-Magazins "Plusminus" kamen dadurch Informationen ans Licht, die den Finanzämtern weitere drei Milliarden Mark an Steuereinnahmen brachten.

Dem Bericht zufolge wurden allein in Nordrhein-Westfalen im Zusammenhang mit Geldanlagen in Luxemburg 1,4 Milliarden Mark Steuernachzahlungen eingefordert. In Hessen seien es 580 Millionen Mark gewesen, in Baden-Württemberg und Bayern je 440 Millionen und in Hamburg 74 Millionen, hieß es.