Analysten Empfehlungen vom Vormittag

Hornblower Fischer empfiehlt Lycos zum "Kauf". Independent Research stuft Ricardo auf "Untergewichten". Volkswagen wird von der WGZ Bank als "Marketperformer" eingestuft. Merril Lynch reduziert die Prognosen für Atos.

Frankfurt am Main - Hornblower Fischer (HF) hat das amerikanische Internetportal Lycos (900 040) zum Kauf empfohlen. Lycos, dessen Webseite aufgrund ihrer Suchmaschine und zahlreicher Einkaufsmöglichkeiten vielfach als Einstiegsportal genutzt wird, gab zuletzt ein überzeugendes Quartalsergebnis bekannt.

Der Umsatz sei auf 88 Millionen Dollar geklettert, was im Jahresvergleich einem Anstieg von 89 Prozent entspreche. Dank einer auf 13 Prozent gestiegenen Bruttomarge habe das Unternehmen ohne Berücksichtigung außerordentlicher Faktoren einen Gewinn von 13 Millionen Dollar oder 12 Cent je Aktie generiert.

Im vierten Quartal 1999 erwirtschaftete Lycos noch einen Verlust von 3,3 Millionen Dollar oder 4 Cent je Aktie. Besonders positiv bewerteten die Analysten den Anstieg der Werbeeinnahmen auf 57 Millionen Dollar. Zudem habe sich die Zahl der auf der Webseite ansässigen Onlinehändler im Jahresvergleich von 25 auf 3150 erhöht.

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Ricardo: Schlechte Zahlen / "Untergewichten" (IR)

Independent Research (IR) hat Ricardo (702 070) auf "Untergewichten" von zuvor "Marktneutral" heruntergestuft. Für das Geschäftsjahr 1999/2000 wird nun von einem Verlust je Aktie von 2,15 Euro nach zuvor 1,70 Euro ausgegangen. Für 2000/2001 lautet die Prognose unverändert minus 0,79 Euro.

Die vorläufigen Zahlen für das vierte Quartal seien schlecht, heißt es zur Begründung. Die Tatsache, dass die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr erst am 21. September mitgeteilt werden, lasse nichts Gutes erwarten. Als Belastungsfaktor wird auch erachtet, dass der Kurs von Ricardo jetzt fest mit dem des Fusionspartners QXL verbunden sei, denn Ricardo habe bislang stärker verloren als QXL

(Chart / Firmenprofil)

Volkswagen: Gute IR-Arbeit / "Marketperformer" (WGZ Bank)

Die Westdeutsche-Genossenschafts-Zentralbank (WGZ-Bank) hat Volkswagen (766 400) erneut als "Marketperformer" eingestuft. Zur Begründung beziehen sich die Wertpapierexperten in ihrer Analyse auf die von Volkswagen veranstaltete Analystenkonferenz. Demnach habe die Konferenz zwar keine größeren Neuigkeiten geliefert, sie zeige jedoch die verbesserte Investor Relations-Politik des Automobilherstellers.

Die im Geschäftsjahr 2000 vorgesehene Umstellung auf IAS ermögliche es Volkswagen, die Zielrendite von 6,5 Prozent auszuweisen. Nach Berechnungen der Analysten korrespondiere dieser Wert mit einem Gewinn von 6,41 Euro je Aktie. Insgesamt werde sich das Ergebnis im zweiten Halbjahr 2000 weiter verbessern. Auch die gute Performance des Titels in den letzten Wochen bestätige das Rating der Bank.

(Chart / Firmenprofil)

Atos: Reduzierte Prognosen / "Akkumulieren" (Merrill Lynch)

Merrill Lynch stuft die Aktien des französischen Software-Spezialisten Atos (877 757) weiter mit "Akkumulieren" ein. Die wichtigsten Unternehmensdaten lägen zwar über Marktniveau, sie hätten aber nicht die Umsatzerwartungen von Merrill Lynch erfüllt. Der Kurs des Papiers beinhalte derzeit einen Aufschlag für eine mögliche Übernahme durch einen Konkurrenten oder eine Allianz mit einem Mitbewerber.

Die Bank setzt den zu erwartenden Gewinn je Aktie von 2,26 Euro auf 2,10 Euro für dieses Jahr herab. Im kommenden Jahr sei mit 2,52 Euro statt der bisher vorhergesagten 2,72 Euro zu rechnen. Die Prognose für den Umsatz in diesem Jahr setzte die Investmentbank von 1,195 auf 1,175 Milliarden Euro herunter.

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