Montag, 27. Mai 2019

Regulierung Privatanleger müssen Hedgefonds meiden

Börse in New York: Neben Hedgefonds werden auch Immobilien- und Private-Equity-Fonds stärker reguliert

Die hoch spekulativen Hedgefonds sollen nach dem Willen der Bundesregierung künftig nicht mehr für Privatanleger aufgelegt werden dürfen. Doch Hedgefonds sind nicht die einzigen alternativen Investments, die reguliert werden.

Berlin - Sowohl in- als auch ausländische Hedgefonds dürfen in Deutschland nur noch an professionelle oder semi-professionelle Anleger verkauft werden. Einen entsprechenden Gesetzentwurf billigte der Finanzausschuss des Bundestages. Damit sollten Kleinanleger vor besonders risikoreichen Anlagen geschützt werden, teilte die schwarz-gelbe Koalition mit.

Nach dem Gesetz zur Umsetzung der "AIFM-Richtlinie", mit der die EU alternative Investments regulieren will, sollen Hedgefonds und ihre Manager künftig einem strengen Aufsichtsregime unterworfen sein. Neben offenen Immobilienfonds und Hedgefonds würden auch Private-Equity-Fonds als alternative Investmentfonds der Finanzaufsicht unterstehen, hieß es weiter. Verwalter alternativer Investmentfonds würden einer Zulassungspflicht und einer fortlaufenden Aufsicht unterworfen.

Ein erster Entwurf von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) wurde nach Protesten der Finanzwirtschaft entschärft. Ein zunächst erwogenes Verbot neuer offener Immobilienfonds ist vom Tisch. Zu ihrer Stabilisierung werden künftig aber auch Kleinanleger ihre Anteile nur noch höchstens einmal pro Jahr zurückgeben können. Für bereits gehaltene Anteile von Kleinanlegern gelten Bestandsschutzregelungen hinsichtlich der Rückgabemöglichkeiten.

Die Gesetzespläne sollen Mitte Mai im Bundestag endgültig verabschiedet werden. Der Bundesrat muss nicht zustimmen.

ts/dpa-afx

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