E-Plus Hutchison verlässt UMTS-Konsortium

Der UMTS-Poker mit seinem Rekordfinale hat die zweite Bietergemeinschaft zerrüttet. Die Hongkonger Gruppe Hutchison Whampoa zieht sich vollständig aus dem Konsortium um E-Plus zurück.

Den Haag/Honkkong - Der niederländische Mobilfunkanbieter KPN Mobile werde die Hutchison-Anteile vollständig übernehmen, teilte Hutchison mit. Damit werde KPN Mobile 100 Prozent der bisherigen E-Plus Hutchison halten.

Das Konglomerat Hutchison, das von dem Milliardär Li Ka-shing beherrscht wird, erläuterte, die Kosten für die zum Preis von von 16,4 Milliarden Euro ersteigerte kleine UMTS-Lizenz sei höher gewesen, als zuvor erwartet. Darüber hinaus habe Hutchison eine große Lizenz mit zwei Frequenzblöcken präferiert, 10 Mhz genügten nicht.

Mit dem Übergang der Anteile an die Niederländer könne KPN Mobile seine Strategie in Deutschland verfolgen. Dies sei das beste Arrangement für beide Parteien. Hutchison-Whampoa bleibe dagegen seinem Ziel verbunden, sein pan-europäisches Geschäft aufzubauen.

Diederik Karsten, Vorstandschef von KPN Mobile, erklärte, sein Unternehmen werde E-Plus zusammen mit den beiden Partnern Bell South und NTT DoCoMo ausbauen. KPN Mobile werde 77,5 Prozent der Lizenzkosten trage; Bell South die restlichen 22,5 Prozent. Die ersteigerten zwei Frequenzen seien im übrigen zu eng für zwei Betreiber.

Viag Interkom: EON zieht sich zurück

Der UMTS-Poker mit seinem Rekordfinale hatte bereits am Donnestag auf den Eigentümerkreis der Bieter durchgeschlagen. Erster Profiteur war British Telecom. Sie übernimmt Viag Interkom. EON sieht sich zum Rückzug gezwungen.

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