Lion Bioscience Guter Zeichnungsgewinn

Das Software-Unternehmen ist erfolgreich am Neuen Markt gestartet. Der erste Börsenkurs lag knapp 50 Prozent über dem Emissionspreis.

Frankfurt am Main - Der erste Lion Bioscience-Kurs ist mit 65 Euro nach einem Ausgabepreis von 44 Euro festgestellt worden. Zu diesem Kurs wurden 142.556 Titel umgesetzt.

Die erste Taxe hatte 70 zu 80 Euro betragen. Eine zweite lautete auf 58 zu 65 Euro. Die Bookbuilding-Spanne der insgesamt ausgegebenen 4,575 Mio Aktien (ohne Greenshoe) lag bei 37,00 bis 44,00 Euro.

Lion erstellt Software für Biotech-Unternehmen

Lion bezeichnet sich selbst als Marktführer bei der Verarbeitung, Analyse und Interpretation von Daten für die Pharma-, Biotech- und Ernährungsindustrie. Die riesigen Datenmengen, die bei gentechnischen Forschungen anfallen, müssen analysiert und gefiltert werden. Ein Datenbank-Informationssystem von Lion ermöglicht komplizierte Abfragen und verkürzt die Zeit, die der Forscher bisher für den Zugriff einsetzen musste.

Das Unternehmen - das Kürzel steht für Laboratories of the Investigation of Nucleotide Sequences - ist also eher Software-Anbieter als Gentechnik-Unternehmen. Doch die Nähe zu dieser Branche nutzt dem Börsengang, der von der Euphorie der Genforschung profitieren wird.

Vorerst macht das Unternehmen Verluste

Trotz einer beachtlichen Anzahl von Kunden aus der Pharmabranche ist der Umsatz mit 9,8 Millionen Euro vergleichsweise gering. Ausgegeben hatte das Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr dagegen rund 13 Millionen Euro. Seit Gründung 1997 hat Lion insgesamt knapp 20 Millionen Euro Schulden aufgehäuft. Auch für die Zukunft erwartet Lion erst einmal rote Zahlen.

Hauptkunde ist Bayer. Die Leverkusener steuerten über die Hälfte des Umsatzes bei, können aber, wie alle Kunden, kurzfristig aussteigen, wenn die gelieferte Software nicht zufriedenstellend arbeitet.

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