VoiceStream Höhere Verluste als erwartet

Telekom-Chef Ron Sommer sieht den Mobilfunkanbieter als Eintrittskarte in den amerikanischen Markt. Der kann zwar beachtliche Wachstumsraten bei der Kundenzahl vorweisen, steigerte aber auch seine Verluste deutlich.

Bellevue - Der US-Mobilfunkbetreiber VoiceStream hat seine Verluste ausgebaut. Im zweiten Quartal dieses Jahres verbuchte das Unternehmen ein Minus von 2,16 Dollar je Aktie im Vergleich zu 1,39 Dollar je Aktie im Vorjahr. Analysten an der Wall Street sind vor Veröffentlichung der Quartalszahlen von deutlich niedrigeren Verlusten ausgegangen.

Die Telekom hatte im vergangenen Monat bekannt gegeben, das Unternehmen für mehr als 100 Milliarden Mark zu übernehmen. Damit soll der Einstieg in den lukrativen US-Markt gelingen.

An der Börse ist der Preis für VoiceStream als zu hoch eingeschätzt worden. Seit Bekanntgabe der Übernahme hat die T-Aktie deutlich an Wert verloren. Die nun vorgelegten Zahlen des US-Mobilfunkbetreibers mehren die Zweifel.

Einen deutlichen Zuwachs von 109,050 Millionen Dollar auf 453,557 Millionen Dollar konnte VoiceStream im Umsatz von verzeichnen. Auch die Umsätze aus dem Vertragskunden-Geschäft stiegen von 83,292 Millionen Dollar auf 273,711 Millionen Dollar.

Die Kundenzahl wuchs um beträchtliche 365 Prozent auf 2,6 Millionen. Im Prepaid-Bereich seien die Umsätze jedoch von 529 Millionen Dollar auf 67,434 Millioen Dollar zurückgegangen.

Der operative Verlust betrug den Angaben zufolge 264,149 Millionen Dollar nach 105,933 Millionen Dollar. Der Nettoverlust habe bei 419,687 Millionen Dollar nach 132,817 Millionen Dollar gelegen.

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