Deutsche Telekom Verschiebt Börsengang von T-Mobil

Die Übernahme des US-Konkurrenten Voicestream bremst den Telefonriesen. Firmen-Lenker Ron Sommer hat den für Herbst geplanten Börsengang von T-Mobil vorerst abgesagt. Ein neuer Termin wurde erst gar nicht genannt.

Bonn - Der Vorstand der Deutschen Telekom hat beschlossen, die Vorbereitungen für den geplanten Börsengang der Tochtergesellschaft T-Mobile International neu zu terminieren. Die ursprüngliche Planung lautete nach Ad-hoc-Angaben vom Mittwoch auf eine Aufnahme der Notierung der T-Mobile-Aktie im Herbst 2000.

Ein endgültiger Beschluss für den Börsengang sei bislang nicht gefasst worden. Durch den am 24. Juli angekündigten, geplanten Erwerb der US-Gesellschaft VoiceStream Wireless Corp erhöhe sich die Komplexität der Erstellung der notwendigen Börsenzulassungsprospekte erheblich, heißt es.

Darüber hinaus stiegen laut Telekom auch die Anforderungen potenzieller Aktionäre an die Darstellung der künftigen Ausrichtung des Mobilfunk-Geschäftes der Deutschen Telekom und vor allem der T-Mobile International. Diesem Interesse der Anleger trage die Deutsche Telekom mit der jetzt getroffenen Entscheidung Rechnung.

Die Deutsche Telekom verweist auf die Anforderung, den tatsächlichen Wert der verschiedenen Geschäftsfelder der Deutschen Telekom im Sinne der nachhaltigen Steigerung des Shareholder Value transparent darzustellen. Hierzu gehöre auch, die Wachstums- und Synergiepotenziale des in der T-Mobile konsolidierten Mobilfunk-Geschäftes der Deutschen Telekom unter Einschluss von VoiceStream eindeutig sichtbar zu machen.

Der Vorstand der Deutschen Telekom habe daher die Überarbeitung der Zeitplanung für den Börsengang der T-Mobile beschlossen. Die Deutsche Telekom werde die Öffentlichkeit zu gegebener Zeit über das weitere Vorgehen informieren, heißt es.

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