Macropore Emissionspreis auf 15 Euro festgelegt

Das Medizintechnik-Unternehmen soll am Donnerstag erstmals am Neuen Markt notiert werden. Der Emissionspreis liegt am oberen Ende der Bookbuilding-Spanne.

Frankfurt - Der Emissionspreis von MacroPore ist am oberen Ende der Bookbuilding-Spanne auf 15 Euro festgelegt worden. Laut Konsortialführer Concord Effekten war die Emission zweistellig überzeichnet. Die Erstnotiz am Neuen Markt in Frankfurt ist für den 10. August vorgesehen.

MacroPore entwickelt und produziert resorbierbare Implantate für die Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Die Produkte des US-Unternehmens mit Sitz in San Diego basieren auf Polymilchsäure, die vom menschlichen Körper vollständig über den Stoffwechsel abgebaut wird.

Für die Patienten bedeutet das, dass sie nicht über einen längeren Zeitraum mit einem Fremdkörper leben müssen und den Knochen kein Calcium entzogen wird, wie das bei vergleichbaren nicht resorbierbaren Implantaten der Fall ist.

Derzeit bietet MacroPore, das 1996 von Vorstands-Chef Christopher Calhoun gemeinsam mit den Chirurgen Ralph Holmes und Stefan Lemperle gegründet wurde, drei Produkte an. Das wichtigste davon ist laut HSBC eine Schutzplatte, die die Heilung von Knochendefekten ermöglicht und in Europa zur Anwendung im gesamten Skelett kommt.

1999 belief sich der Umsatz von MacroPore laut HSBC auf 1,5 Millionen Dollar. Für das laufende Geschäftsjahr wird bereits ein Wert von 12,5 Millionen Dollar erwartet. 2004 soll sich der Umsatz bereits auf über 200 Millionen Dollar belaufen.

Im vergangenen Jahr wurde ein negatives Betriebsergebnis von 4,5 Millionen Dollar erzielt. Gewinne will MacroPore ab 2002 ausweisen.

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