Sportgate Prüft Beckers Angebot

Bei dem neuen Internet-Dienst von Boris Becker und Ex-RTL-Chef Helmut Thoma will eventuell auch der WDR einsteigen. Damit würde sich erstmals ein gebührenfinanzierter Sender an einem börsennotierten Unternehmen beteiligen.

Hamburg - Von einer Entscheidung sei der WDR aber "weit entfernt", sagte WDR-Sprecher Rüdiger Oppers; er reagierte damit auf einen Bericht der "Financial Times Deutschland", die über die angeblichen Beteiligungs-Absichten berichtet hatte.

Der WDR prüft nach den Worten von Oppers, ob das Sportgate-Angebot für das Programm interessant sei. Außerdem müssten die juristischen Aspekte überdacht werden. Bis zu einer Entscheidung sei es "noch ein langer Weg".

Nach Angaben der FTD erhofft sich der WDR - die bei weitem größte ARD-Anstalt - von dem Einstieg bei Sportgate eine Vernetzung mit den eigenen Internet-Seiten. Der WDR könne dem Dienst die Berichterstattung über Partien aus den Fußball- Regionalligen liefern, für die die ARD-Agentur Sport A die Rechte habe.

Sportgate soll nach dem Zeitungsbericht vor allem lokal ausgerichtet werden. Die Internet-Rechte für die Fußball-Bundesliga liegen bei der Agentur ISPR (Kirch-Gruppe/Axel Springer Verlag) und deren Online-Dienst Sport 1.

Zu den Sportgate-Partnern gehören Ex-Tennisstar Boris Becker, Helmut Thoma, die Venturepark Incubator AG (Pixelpark) und der Deutsche Sportbund (DSB). Zu den Kunden von Sportgate, das sich zur umfassendsten deutschsprachigen Internet-Plattform für Sport mausern will, soll der DSB mit seinen Millionen von Mitgliedern zählen.

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.