UMTS-Auktion Übersteigt 20-Milliarden-Marke

Beim Poker um die Lizenzen für die neue Mobilfunk-Generation haben die Bieter erstmals mehr als 20 Milliarden Mark geboten. Am Dienstag erreichte die Summe der Höchstgebote 20,022 Milliarden Mark.

Mainz - An die Spitze des Bieterfelds setzte sich am Dienstagvormittag in der 83. Auktionsrunde das Unternehmen Mannesmann Mobilfunk. Die Düsseldorfer gaben für drei Frequenzpakete Höchstgebote mit einer Gesamtsumme von 5,076 Milliarden Mark ab. Das Konsortium E-Plus und Hutchinson bot für drei weitere Frequenzpakete insgesamt 5,037 Milliarden Mark.

Am Montag hatten sich die Gebote innerhalb von 14 Versteigerungsrunden um insgesamt 5,9 Milliarden Mark erhöht. In der Spitzengruppe der Bieter, die Höchstgebote für drei Frequenzpakete abgaben, wechselten sich die beteiligten Unternehmen und Konsortien laufend ab.

Eichel stapelt tief

Bei dem Bieterrennen müssen die Unternehmen derzeit ein geltendes Höchstgebot um zehn Prozent überbieten, um eine gültige Offerte abzugeben. Mit steigenden Summen pro Frequenzpaket werden damit auch die Sprünge bei der Gesamtsumme zunehmend größer.

Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) hatte am Wochenende nochmals vor übersteigerten Erwartungen an den Auktionserlös gewarnt. "Die wilden Spekulationen von 120 Milliarden Mark und mehr sind völlig falsch", sagte er.

"Ich denke, es wird mehr werden", kommentierte dies Regulierungs-Vize Gerhard Harms am Montag morgen 20-Milliarden-Grenze fällt bald. Am Dienstag steht fest, dass Harms recht behalten hat.

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