DIHT Schwacher Euro stärkt deutsche Exporte

Durch die anhaltende Euro-Schwäche hat die deutsche Wirtschaft gute Chancen, ihren Weltmarktanteil in diesem Jahr zu verbessern, so das Ergebnis einer Umfrage.

Berlin - Zu diesem Ergebnis kommt eine am Sonntag veröffentlichte Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelstages (DIHT) unter den Repräsentanten der deutschen Wirtschaft in 80 Ländern.

Da der Euro nicht nur im Vergleich zum US-Dollar, sondern auch gegenüber dem japanischen Yen und dem britischen Pfund erheblich an Wert verloren habe, könnten deutsche Firmen ihre Produkte in vielen Regionen der Welt zu günstigen Preisen anbieten. Dadurch steige der Absatz im Ausland, urteilt der DIHT.

Außerdem werde der deutsche Export durch die weltweite konjunkturelle Aufwärtsbewegung begünstigt. So profitierten deutsche Firmen besonders von der wachsenden Nachfrage nach Investitionsgütern und hochwertigen Konsumgütern, heißt es in der DIHT-Umfrage.

1999 rangierte die deutsche Wirtschaft mit einem Weltmarktanteil von 10,4 Prozent auf Platz zwei nach den USA (16,4 Prozent) und vor Japan (8,2 Prozent). Ein Jahr zuvor lag ihr Anteil an den weltweiten Exporten noch bei 10,7 Prozent. Durch die Konzentration auf die europäischen Absatzmärkte hatte die deutsche Exportwirtschaft zuletzt vor allem in Asien an Boden verloren.