Fonds Anleger wollen weltweit investieren

Die Geldanlage in Aktienfonds wird immer populärer. Anleger konzentrieren sich vor allem auf Technologiewerte und weltweit investierende Fonds. Rückläufig sind die Zahlen für Fonds mit dem Anlageschwerpunkt in Deutschland.

Frankfurt am Main - Aktienfonds stehen weiter hoch im Kurs bei deutschen Anleger. Diese Geldanlageform erzielte im ersten Halbjahr ihr bestes Ergebnis seit Bestehen, wie der Bundesverband Deutscher Investmentgesellschaften mitteilte.

Von Januar bis Juni investierten die Anleger neue Mittel in Höhe von 38,2 Milliarden Euro (74,71 Milliarden Mark) - mehr als im gesamten Rekordjahr 1999. Damit floss fast das gesamte Mittelaufkommen aller vom BVI erfassten Publikumsfonds in Aktienfonds.

Die Investment-Gesellschaften verwalteten insgesamt 708 Aktienfonds mit einem Volumen von 216,3 Milliarden Euro.

Internationale Fonds im Interesse der Anleger

Den Angaben zufolge stoßen vor allem weltweit investierende Fonds auf großes Interesse bei den deutschen Anlegern. Ende Juni verzeichneten sie mit einem Volumen von 34,1 Milliarden Euro einen Zuwachs von 40 Prozent. Seit Jahresbeginn erreichten sie mit 9,2 Milliarden Euro annährend den doppelten Nettoabsatz des gesamten Vorjahres.

Den Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt Europa flossen den Angaben zufolge im ersten Halbjahr sechs Milliarden Euro zu, fast so viel wie im Gesamtjahr 1999. Die Investment-Gesellschaften verwalteten zur Jahresmitte in diesen Fonds ein Vermögen von 50,8 Milliarden Euro.

Die Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt Deutschland wiesen dagegen einen Mittelrückfluss von 1,1 Milliarden Euro aus. Ende Juni wiesen die Fonds ein Volumen von 35 Milliarden Euro auf.

Technologiewerte sind gefragt

Die branchenorientierten Aktienfonds verzeichneten in den ersten sechs Monaten mit 18,3 Milliarden Euro den Angaben zufolge einen beachtlichen Nettoabsatz. Ihr Vermögen stieg um etwa 60 Prozent auf 47,7 Milliarden Euro im Vergleich zu Ende 1999. Dabei konzentrierten sich die Anleger vor allem auf die Gebiete Technologie, Biotechnologie und Internet.