British Airways / KLM Niederländer retten Fusion

Die Niederländer begnügen sich einem Pressebericht zufolge mit geringeren Anteilen, um die Fusion der beiden Airlines zu retten. Die Erfolgsaussichten beurteilt BA-Chef Rod Eddington dennoch mit nur 50 Prozent.

London - Die niederländische KLM rettete die Gespräche, indem sie ihre Forderung nach einer 35-prozentigen Beteiligung am neuen Unternehmen auf 26 Prozent verringerte. Ohne diese Konzession wären die Gespräche in der vergangenen Woche gescheitert, berichtet die "Sunday Times".

Im Gegenzug wächst nach einem Bericht von "Sunday Business" der Druck auf British Airwas (BA), seinen US-Partner American Airlines zu Gunsten des amerikanischen KLM-Partners Northwest Airlines aufzugeben.

Die Partnerschaft von BA und American Airlines war bisher das Herzstück des Bündnisses Oneworld, des Hauptkonkurrenten der von Lufthansa geführten Star Alliance.

Ein Erfolg der Fusionsgespräche zwischen BA und KLM ist nach Informationen der "Sunday Times" aber weiter unsicher. Der Zusammenschluss ist demnach weit komplizierter als ursprünglich angenommen.

BA-Vorstandschef Rod Eddington schätze die Erfolgsaussichten auf nur 50 Prozent. Nach Angaben von "Sunday Business" wird BA am Montag für das erste Quartal dieses Jahres einen Vorsteuerverlust von etwa 25 Millionen Pfund (80 Millionen Mark ) bekannt geben.