UMTS-Versteigerung Mehr als zwölf Milliarden Mark sind geboten

Die Bietergemeinschaft MobilCom/France Télécom ist ihrer Bietstrategie treu geblieben und erneut vorgeprescht. Für zwei der zwölf Frequenzblöcke haben sie jeweils rund 1,28 Milliarden Mark geboten. Ihre Vorgabe wird jedoch bald eingeholt sein.

Main - Bei der Versteigerung der UMTS-Mobilfunklizenzen haben die Höchstgebote am Freitag die Schwelle von insgesamt zwölf Milliarden Mark überschritten. Nach der 65. Auktionsrunde kletterte die Summe für alle zwölf Frequenzpakete auf insgesamt 12,04 Milliarden Mark.

Nachdem MobilCom am Donnerstag die Schwelle von insgesamt zwei Milliarden Mark für drei Frequenzpakete bereits erreicht hatte, legten Mannesmann, VIAG Interkom und e-plus am Freitagmorgen nach. Sie machten damit deutlich, dass sie jeweils drei Blöcke ersteigern wollen.

In der 61. Runde setzte MobilCom den Fuß erstmals über die Milliardengrenze pro Lizenzpaket. Für zwei Frequenzblöcke will der Mobilfunkanbieter nun 2,56 Milliarden Mark zahlen.

Das höchste Gesamtgebot wurde bisher allerdings von Mannesmann mit 2,59 Milliarden Mark abgegeben, 864,6 Millionen Mark pro Frequenzblock. DeTeMobil folgte mit 2,53 Milliarden Mark. In der 65. Runde näherten sich die Gebote für jeden Frequenzblock der Milliardengrenze.

Unter Analysten herrschte Uneinigkeit über die Beweggründe für das Vorgehen von MobilCom, die gemeinsam mit France Télécom bieten. Der Branchenanalyst der Bankgesellschaft Berlin, Ralf Hallmann, vermutet reine Selbstdarstellung hinter der Bietstrategie. Christoph Vogt, Analyst bei M.M. Warburg, kann sich dagegen vorstellen, dass die deutsch-französische Bietergemeinschaft damit ihre unbedingten Ansprüche auf zwei Frequenzblöcke anmeldet.

Alle sieben Bewerber, darunter auch die vier deutschen Mobilfunkbetreiber, befinden sich weiter im Rennen. Ein Ende der bislang größten Versteigerung in Deutschland ist derzeit nicht absehbar.

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