E-Commerce-Studie Deutsche Mittelständler hinken hinterher

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Deutschland sehen oft noch keinen Nutzen im E-Commerce oder fühlen sich davon nicht betroffen - anders als ihre Pendants in Finnland, den USA, Großbritannien und den Niederlanden.

Berlin - Wie das Bundeswirtschaftsministerium in einer Studie berichtet,liegen deutsche KMU "eher im unteren Mittelfeld", während größere Unternehmen "durchaus mit den europäischen Vorreitern mithalten könnten". Nach Ansicht von Bundeswirtschaftsminister Werner Müller zeigt die Studie, dass es "große Reserven" für den E-Commerce in Deutschland gibt.

Befragt wurden insgesamt 3117 Unternehmen und rund 5000 Privathaushalte in den USA, Deutschland und fünf weiteren europäischen Ländern. Danach haben zwei Drittel der befragten 500 deutschen Unternehmen einen Zugang zum Internet, fast 50 Prozent sind mit einer eigenen Website im Internet präsent. Mehr als ein Viertel der Betriebe kauft online ein, 14 Prozent vertreiben ihre Produkte online.

Im Ländervergleich stellt die Studie für Deutschland eine "auffallend große Diskrepanz" zwischen Potenzial einerseits und Nutzung von E-Commerce in Betrieben und Haushalten andererseits fest.

Bei den mittelfristigen Möglichkeiten liege Deutschland knapp hinter den USA und den Niederlanden auf dem dritten Rang, bei der gegenwärtigen Nutzung aber nur mit "erheblichem Rückstand" an fünfter Stelle.

Vor allem Ostdeutschland hinkt noch hinterher

Weiterhin kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass neue Informations- und Kommunikationstechniken umso stärker angewandt werden, je höher die Beschäftigtenzahl eines Unternehmens ist. Im Vergleich der Branchen seien kaum größere Differenzen zu erkennen, dafür aber bei der Betrachtung der Regionen. So seien im ländlichen Raum deutlich niedrige Nutzungsraten festzustellen als in den Städten.

Auch Ostdeutschland bleibe bei der Online-Präsenz und Vertrieb mit Hife des Internets deutlich hinter den alten Bundesländern zurück.

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