Börse Dax und Goldpreis ziehen an

Der Dax steigt. Gefragt sind vor allem Lufthansa, RWE und BASF. Auch der Goldpreis legt zu, da Anleger erwarten, dass die japanische Notenbank ihr Inflationsziel anhebt. Die Wall Street bleibt zum Wochenauftakt geschlossen.
Goldbarren: Die Inflationserwartungen in Japan lassen den Goldpreis steigen

Goldbarren: Die Inflationserwartungen in Japan lassen den Goldpreis steigen

Foto: SEBASTIAN DERUNGS/ AFP

Frankfurt am Main - Der Dax  ist am Montag in einem impulsarmen Umfeld gestiegen. Bis zum Handelsschluss auf Xetra gewann der deutsche Leitindex 0,6 Prozent auf 7748 Punkte.

Fortschritte bei den Verhandlungen über die Schuldenobergrenze der USA sowie die Aussagen der Deutschen Bundesbank zur Wirtschaftsentwicklung sorgten für eine moderat positive Stimmung, sagte Marktstratege Ishaq Siddiqi von ETX Capital. Die Bundesbank rechnet wie viele andere Beobachter zwar mit einem schwachen Jahresabschluss für die deutsche Wirtschaft, für den Jahresauftakt 2013 hätten sich die Perspektiven hingegen verbessert.

Insgesamt verlief der Handel Börsianern zufolge aber in ruhigen Bahnen, auch da Impulse seitens der US-Börsen fehlten. Diese bleiben am heutigen Montag wegen des Feiertags Martin Luther King Day geschlossen - außerdem haben in Washington die Feierlichkeiten zu Beginn der zweiten Amtsperiode von US-Präsident Barack Obama begonnen.

Gold teurer - Anleger erwarten Anhebung der Inflationsgrenze in Japan

Der Goldpreis hat sich am Montag vor allem dank der Spekulationen auf eine neue Yen-Schwemme leicht befestigt. Die Feinunze kostete mit 1688,11 Dollar 0,3 Prozent mehr als am Freitag. Händler sagten, die Anleger setzten darauf, dass die Bank of Japan (BoJ) bei ihrer bis Dienstag laufenden Sitzung das Inflationsziel auf 2Prozent verdoppeln und daher weitere Anleihenkäufe in Aussicht stellen wird. "Wenn in Japan erst einmal Inflationsdruck aufkommt und die Zinsen weiter ins Negative rutschen, werden sich die Anleger überlegen, wie sie ihr Erspartes schützen können", erklärte ein Händler.

Lufthansa an der Dax-Spitze, BASF auf Jahreshoch

Favorit im Dax waren die Papiere der Lufthansa (Kurswerte anzeigen). Nach positiven Analystenkommentaren mit zwei deutlichen Kurszielerhöhungen rückten sie um mehr als 3 Prozent vor.

Außerdem waren Versorger-Titel gefragt. Eon und RWE verteuerten sich jeweils deutlich. Equinet-Analyst Michael Schäfer sprach von einer technischen Reaktion nach der zuletzt schwachen Entwicklung der Papiere.

Die Aktien von BASF (Kurswerte anzeigen) kletterten nach der gelungenen Übernahme von Pronova BioPharma um 0,6 Prozent nach oben und erreichten mit 73,60 Euro den höchsten Stand seit 12 Monaten.

Nebenwerte: Sky sacken nach Details zur Kapitalerhöhung ab

Im MDax  sackten die Anteilsscheine von Sky Deutschland  nach vorläufigen Zahlen für 2012 und Details zur geplanten Kapitalerhöhung um rund 4 Prozent ab. Händler begründeten die Verluste allerdings insbesondere mit dem kräftigen Kursanstieg seit Jahresbeginn.

Wincor Nixdorf  gaben ihre frühen Gewinn von mehr als zweieinhalb Prozent unterdessen fast vollständig wieder ab. Zuletzt belief sich das Plus noch auf 0,13 Prozent. Analysten sprachen zwar von überraschend guten Resultaten im ersten Geschäftsquartal. Allerdings sieht der Hersteller von Geldautomaten und Kassensystemen noch keine Anzeichen einer nachhaltigen Verbesserung des Marktumfeldes in Europa.

Euro stabil, Ölpreis fällt leicht

Der Euro (Kurswerte anzeigen) hat sich am Montag stabil über 1,33 US-Dollar gehalten. Händler sprachen von einem ruhigen Wochenauftakt an den Devisenmärkten. Am Morgen stand die Gemeinschaftswährung bei 1,3329 Dollar. Zuletzt hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs am Freitag auf 1,3324 (Donnerstag: 1,3368) Dollar festgesetzt.

Die Ölpreise starteten mit leichten Verlusten in die neue Handelswoche. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent (Kurswerte anzeigen) zur März-Lieferung kostete am Morgen 111,52 US-Dollar. Das waren 37 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Februar fiel um 49 Cent auf 95,55 Dollar. Auch hier sprachen Händler von einem ehr impulsarmen Handel.

rei/rtr/dpa-afx
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