Analysten Empfehlungen am Nachmittag

Lehman Brothers empfiehlt Lastminute.com als "Kauf". Die BfG Bank rät zu Data Modul. Die WGZ-Bank stuft Royal Dutch auf "Outperformer". HSBC stuft Barclays auf "Kaufen" hoch.

Frankfurt am Main - Lehman Brothers hat die Aktie des Internet-Reisebüros Lastminute.com (936 071) mit einem Kursziel von 300 Pence (aktuell 160 Pence, London) als "Kauf" bestätigt. Die Zahlen des dritten Quartals 2000 haben die Erwartungen weit übertroffen, erklärten die Analysten .

Lastminute.com verstehe es nicht nur aus seinem Hauptgeschäft, sondern, besser als manch anderes E-Commerce-Unternehmen, auch aus seinem Kundenstamm Kapital zu schlagen. Dies zeige sich an dem Rückgang des Nettoumsatzes aus Werbung und Sponsorenverträgen von 110.000 Pfund im vorherigen Quartal auf 293.000 Pfund in dritten Quartal.

Data Modul: Dynamisches Wachstum / "Kauf" (BfG Bank)

Die BfG Bank hat Data Modul (549 890) zum "Kauf" empfohlen. Der Kursverlauf des Wertpapiers in den vergangenen Monaten sei enttäuschend und entspreche nicht dem positiven Geschäftsverlauf, erklärten die Experten. Bei einem Wechsel in den Neuen Markt würde dem Titel eventuell mehr Aufmerksamkeit zuteil, erläuterten die Analysten. Auf dem derzeitigen Niveau bleibe die Aktie unter fundamentalen Gesichtspunkten zur Depotergänzung geeignet.

Sowohl die Konjunktur als auch das Marktumfeld blieben für Data Modul günstig. Nach Ansicht der Analysten sollte deshalb dem dynamischen Wachstum der Firma nichts entgegenstehen.

Durch den Mitte Juli erhaltenen Großauftrag im Gegenwert von über fünf Millionen Euro, sei rechnerisch der Umsatz des zweiten Halbjahres gesichert. Zudem erwarten die Experten ein Anhalten des positiven Geschäftsverlaufs sowie eine Steigerung der Umsatzrendite im kommenden Jahr. Die Steuerreform dürfte zu merklich niedrigeren Steuerzahlungen führen.

Für das Jahr 2000 rechnen die Analysten mit einem Gewinn pro Aktien von 1,30 Euro. Im folgenden Jahr 2001 soll der Ertrag pro Titel auf 1,56 Euro steigen und 2002 sollen 1,87 Euro werden.

Royal Dutch: Sparprogramm greift / "Outperformer" (WGZ-Bank)

Die WGZ-Bank hat Royal Dutch (907 505) als "Outperformer" bestätigt. Die Bank schätzte für das laufende Jahr ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 20,9 und für das kommende Jahr ein KGV von 20,5. Die Dividende je Aktie wird auf 1,67 Euro im Jahr 2000 und auf 1,79 Euro im nächsten Jahr geschätzt. Für das laufende Jahr wird ein Gewinn je Aktie in Höhe von 3,18 Euro und für das kommende Jahr von 3,24 Euro prognostiziert.

Das Unternehmen habe den bereinigten Überschuss auf der Basis von Wiederbeschaffungskosten im zweiten Quartal 2000 um 95 Prozent auf 3,15 Milliarden Dollar gesteigert. Auf Grund des zum zweiten Quartal 1999 um gut 75 Prozent gestiegenen Ölpreises wuchs das Geschäftsfeld Förderung und Produktion um 159 Prozent auf 2,12 Milliarden Dollar. Erholt habe sich auch der Öl-Verarbeitungssektor mit einem Plus von 85 Prozent auf 165 Mio. Euro.

Zudem zeige das in der Phase niedriger Ölpreise auferlegte Sparprogramm "deutlich positive Wirkung", von dem für das kommende Jahr angesetzte Einsparungsziel von vier Milliarden Dollar pro Jahr habe Royal Dutch bereits drei Milliarden erreicht.

Barclays: Kursziel 1800 Pence / "Kaufen" (HSBC)

HSBC hat die Aktie von Barclays (850 403) auf "Kaufen" von "Halten" hochgestuft. Das Kursziel wird mit 1800 Pence (aktuell 1580 Pence). Zur Begründung verweisen die Analysten auf das "erstklassige Halbjahresergebnis" von Barclays.

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