SAP Tochterunternehmen geht an die Börse

Der Walldorfer Softwarehersteller will seine Beteiligungs-Gesellschaft SAP Systems Integration (SAP SI/Dresden) an die Börse bringen.

Dresden/Walldorf - SAP Systems Integration (SAP SI/Dresden) soll ab dem 13. September am Neuen Markt notiert werden. Das Unternehmen bezeichnet sich selbst als "einer der führenden Berater für Informationstechnologie".

Die Mehrheit der Aktien werde nach dem Börsengang bei dem Walldorfer Softwarekonzern bleiben, der sich nicht von Papieren trennen wolle, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Der Anteil der freien Aktionäre werde vermutlich bei rund 20 Prozent liegen.

Aufnahme im Nemax-50 ist angestrebt

Die Zeichnungsfrist könne in die erste Septemberwoche fallen. Das Geld aus dem Börsengang soll zur Finanzierung des Wachstums verwendet werden. Die Aufnahme in den Nemax-50-Index werde angestrebt.

Die 1200 Mitarbeiter zählende SAP SI ist nach eigenen Angaben das zehntgrößte IT-Beratungs- und Systemintegrationsunternehmen in Deutschland. Der Umsatz stieg von 1998 bis 1999 um 45 Millionen Euro auf 152 Millionen Euro (297,9 Millionen Mark) und betrug nach den ersten Hälfte dieses Jahres 84,6 Millionen Euro.

SAP ist an dem Unternehmen mit 62 Prozent beteiligt, 20 Prozent werden von der Software AG (Darmstadt) und 16 Prozent von Siemens Business Services gehalten. Mit zwei Prozent ist der Gründer von SAP Solutions, Achim Josefy, beteiligt.

Das Unternehmen besteht in seiner derzeitigen Form erst seit April. Es entstand aus der Fusion von drei im selben Markt tätigen Unternehmen, an denen SAP mehrheitlich beteiligt war. Dabei handelt es sich um SAP Solutions (Freiberg am Neckar), SRS (Siemens Robotron SAP/Dresden, ein Gemeinschaftsunternehmen von SAP und Siemens Business Service) und die alte SAP SI (Alsbach-Hähnlein).

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