Deutsche Messen Hannover und Frankfurt vor Allianz

Der zweit- und der drittgrößte deutsche Ausstellungs-Veranstalter in Hannover und Frankfurt verbünden sich, um auch international vorne mitzuspielen.

Hannover/Berlin - Die Messen Hannover und Frankfurt bereiten eine enge Kooperation vor, allerdings keine Fusion. Für das Land Niedersachsen als einen der beiden Hauptaktionäre der Deutsche Messe AG in Hannover erklärte Wirtschaftsminister Peter Fischer (SPD) am Donnerstag, die Messe Frankfurt wäre "ein guter Partner für Hannover".

Zusammen wären Frankfurt und Hannover als die Nummer zwei und drei nach Düsseldorf künftig eine auch im internationalen Vergleich führende Messe-Allianz.

"Viel in Bewegung"

"Im nationalen wie im internationalen Messegeschäft ist viel in Bewegung", sagte Fischer. Er verwies auch auf die bereits vereinbarte Partnerschaft der Messe Berlin mit dem britischen Messe-Riesen Reed Companies.

Auch die Messe Hannover brauche deshalb trotz eigener Stärke mit den Großmessen CeBIT und Hannover Messe über kurz oder lang einen Partner, so Fischer weiter. Vor allem im Auslandsgeschäft und bei der Aufteilung großer Messen in Deutschland sei eine enge Zusammenarbeit zwischen Frankfurt und Hannover sinnvoll.

Privatisierung kein Tabu

Schon jetzt kaufen Frankfurt und Hannover gemeinsam den Strom ein, kooperieren bei einzelnen Messen im In- und Ausland und sind dabei, ihre Großrechner zusammenzulegen. Frankfurt machte 1999 533 Millionen Mark Umsatz, Hannover 492 Millionen Mark. An führender Stelle lag Düsseldorf mit 640 Millionen Mark.

Für das Land Niedersachsen, das wie die Stadt Hannover knapp 50 Prozent an der hannoverschen Deutschen Messe AG hält, ist mittelfristig auch eine Privatisierung kein Tabu. Alle Landesbeteiligungen mit Ausnahme von Volkswagen und der Norddeutschen Landesbank von Zeit zu Zeit auf dem Prüfstand, sagte Fischer, der auch stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Messe AG ist.

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