Deutsche Bank Breuer attackiert Schrempp

Geldhaus-Chef Breuer nimmt seinen DaimlerChrysler-Kollegen Jürgen Schrempp ins Gebet. Der Kurs der Aktie des Autobauers sei nicht befriedigend. Dies bremse Pläne der Bank, ihre Industrie-Beteiligung zu reduzieren.

Frankfurt am Main - Ein Ausstieg aus DaimlerChrysler könne allerdings nur die Folge von Gesprächen mit dem Management des Automobil-Konzerns sein, sagte Breuer auf der Halbjahres-Pressekonferenz des Geldhauses weiter.

Prinzipiell strebt die Deutsche Bank laut Breuer bei einer Reduzierung ihrer Industriebeteiligungen die Übertragung der Pakete an konstruktive Investoren an.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sei ein Verkauf des Anteils an DaimlerChrysler aus Kursaspekten kaum sinnvoll, so der Deutsche-Bank-Chef. Die Beteiligung von 11,9 Prozent am deutsch-amerikanischen Autokonzern ist derzeit das größte Aktienpaket der Deutschen Bank.

Einen steuerfreien Gewinn von mehr als zwei Milliarden Euro erreichte das Geldinstitut allein durch den Abbau ihrer Allianz-Beteiligung um 2,9 Prozentpunkte auf 4,1 Prozent Anfang Juni. Breuer schloss nicht aus, dass die Bank auch diesen Anteil noch weiter verkleinern werde.

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